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Dienstag, Juni 02, 2026

Vergessene Nazis - Naziști uitați



Vergessene Nazis - Naziști uitați

Aus dem Inhalt dieser Seite - Din cuprinsul acestei pagini 

 

Bruno (Hillebrandt) Skrehunetz (1898-1978)

Fritz Poppenberger (1904-1992)


Antisemitische Hetze in der Czernowitzer Deutschen Tagespost - Instigare antisemită în Czernowitzer Deutsche Tagespost

[3. November 1937. Der Fackelläufer von Burdujeni]

[
5. November 1937. Cato: Der Fackelläufer von Burdujeni – 2]

                                [17. Oktober 1937. Alfred Margul-Sperber: Oktoberfrühe]

                                [24. Oktober 1937. Alfred Margul-Sperber: Traumflucht]

[10. November 1937. Alfred Margul-Sperber: Zur Abwehr einer Anflegelung]


 

***

 

Bruno (Hillebrandt) Skrehunetz (1898-1978)

Fritz Poppenberger (1904-1992)

Fritz Poppenberger, Mitherausgeber und Schriftleiter der Czernowitzer Deutschen Tagespost, unterzeichnete viele seiner Beiträge mit dem Pseudonym „Cato“ (vgl. In der Sprache der Mörder, S. 120).



Czernowitzer Deutsche Tagespost. Allgemeine deutsche Volkszeitung - Tagblatt des Bukowiner Deutschtums, 14. Jg., Nr. 4128, 17. Dezember 1937.


#

Antisemitische Hetze in der Czernowitzer Deutschen Tagespost - Instigare antisemită în Czernowitzer Deutsche Tagespost

 

Die beiden Artikel (Der Fackelläufer von Burdujeni) sind im November 1937 in der Czernowitzer Deutschen Tagespost, dem zentralen Sprachrohr der nationalsozialistisch ausgerichteten Bewegung der Rumäniendeutschen in der Bukowina, erschienen. Unter dem Pseudonym „Cato“ (in Anlehnung an den Namen des römischen Geschichtsschreibers, bekannt auch unter dem Namen: Cato der Zensor) wurde hier gezielte antisemitische Denunziation betrieben.

Das Angriffsziel von „Cato“ ist Alfred Margul-Sperber (1898–1967), einer der bekanntesten deutschsprachigen jüdischen Dichter aus der Bukowina. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er unter anderem als Redakteur für das liberale Czernowitzer Morgenblatt. Später verdiente er seinen Lebensunterhalt zeitweise in einem Export-Schlachthaus im rumänischen Burdujeni – ein Umstand, den der Verfasser der Artikel hämisch ausschlachtet.

Sperber hatte tatsächlich den Nazidichtern Josef Weinheber, einem österreichischen Lyriker, und Ludwig Friedrich Barthel Gedichte gewidmet und versucht in literarischen Publikationen im nationalsozialistischen Deutschland zu publizieren. Aber auch in der von dem Antisemiten Heinrich Zillich in Kronstadt/Braşov herausgegebenen Zeitschrift Klingsor.

Die Tagespost deutet diese Widmungen als „Anbiederung“ und nutzt Barthels völkische Literaturansichten, um Sperber das Recht auf die deutsche Sprache abzusprechen.

Das im ersten Artikel abgedruckte Gedicht von Margul-Sperber ist eine hochgradig symbolische, düstere Vision und eine kritische Auseinandersetzung mit der Situation im Dritten Reich und der Inszenierung während der Olympiade von 1936. Die Olympiade thematisierte Sperber übrigens auch in seinem viel zitierten Gedicht: „Der Neger Jessy Owens erläuft den Olympiarekord“ (cf. Ins Leere gesprochen, S. 78. Der Text ist in einigen Gedichtbänden unter verschiedenen Namen publiziert worden. „Ein Neger bringt olympischen Lorbeer für die USA“, in: Sperber, Alfred-Margul: Ausgewählte Gedichte, hg. von Alfred Kittner und Dieter Schlesak, Literaturverlag, Bukarest 1968, 156-157.„Ein Neger erringt den Olympiarekor  für die USA“, in: Sperber, Alfred-Margul: Mit offenen Augen. Gedichte für die Jugend, Jugendverlag, Bukarest 1956, S. 132-133). 

In seinem „Fackelläufer“ (Ins Leere gesprochen, S. 76-77) setzt er die olympische Fackel als Metapher ein, um den Reichstagsbrand und Hitlers Kriegspläne sichtbar zu machen. Während das NS-Regime den Brandstifter Marinus van der Lubbe als kommunistischen Einzeltäter (oder Werkzeug) darstellte, deutet Sperbers Gedicht den Brand als ein unaufhaltsames, gespenstisches Verhängnis, das über Deutschland zieht – befohlen von einem „Unsichtbaren, dem man [...] stumm gehorchen muß“ (eine klare Anspielung auf Adolf Hitler und die NS-Führung als wahre Profiteure des Brandes).

Die Artikel verfolgen eine perfide Doppelstrategie, die typisch für die nationalsozialistische und antisemitische Presse jener Jahre war.

Dem jüdischen Dichter Alfred Margul-Sperber wird das Recht abgesprochen, sich in deutscher Sprache auszudrücken oder Teil der deutschen Literaturgeschichte zu sein (daher der Vergleich mit einem „Straßenköter“). 

Mit ähnlichen Argumenten wurden auch andere deutsch-jüdische Autoren beschuldigt, die deutsche Sprache missbraucht zu haben, um das deutsche Volk anzugreifen. Gleichzeitig wurde ihnen vorgehalten, sie seien außerstande, die geistige Dimension des Deutschtums zu begreifen. Ein beliebtes Ziel solcher anti-semitischer Vorwürfe war vor allem Heinrich Heine (cf. Gemeinsame Front auch im Geistigen; Bernhard Capesius: Deutsch-rumänische Verständigung durch die Dichtung von heute, 1938 und 1940). 

Die Artikel von „Cato“ verweisen explizit darauf, dass Sperber noch in deutschen Standardwerken (Kürschners Deutscher Literatur-Kalender) und Anthologien geführt wird. Der Satz, dass es „Sache zuständiger Stellen im Reiche sein [wird], diese Maskeraden aufzuklären“, ist ein direkter Aufruf an die Reichsschrifttumskammer in Berlin, Margul-Sperber im Deutschen Reich auf die „schwarze Liste“ zu setzen.

Margul-Sperber reagiert mit einem polemischen Gegenangriff im Czernowitzer Morgenblatt, in dem er  „Cato“ als notorischen Alkoholiker  und Lügner beschreibt. 

 

În noiembrie 1937, publicația pro-nazistă a minorităţii germane din Bucovina, Czernowitzer Deutsche Tagespost, a lansat un atac antisemit împotriva scriitorului germano-evreu, Alfred Margul-Sperber. Articolele au fost semnate cu pseudonimul „Cato”. Autorul a exploatat situația profesională a lui Sperber și a folosit teorii rasiste şi antisemite pentru a-i contesta dreptul de a folosi limba germană, cerînd intervenția autorităţilor naziste din Berlin pentru a-i interzice orice acces la publicaţii literare.

Pe data de 10 noiembrie 1937 Margul-Sperber reacţionează şi publică un răspuns polemic în ziarul Czernowitzer Morgenblatt în care îl descrie pe „Cato“ (alias Fritz Poppenberger, redactorul principal al ziarului Czernowitzer Deutsche Tagespost) în culori stridente ca alcoolic iresponsabil şi mincinos.

În articolul său, Alfred Margul-Sperber respinge, așijderea, toate calomniile și acuzația de plagiat aduse de Poppenberger.

Wiesner, Herbert / Wichner, Ernest (Hrsg.): In der Sprache der Mörder. Eine Literatur aus Czernowitz, Bukowina, Literaturhaus Berlin 1993


Sperber, Alfred-Margul: Ins Leere gesprochen. Ausgewählte Gedichte. 1914-1966. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Peter Motzan, Rimbaud, Aachen 2002
Hausleitner, Mariana: Bukowina. Eine europäische Vielvölkerregion. Herausgegeben vom Deutschen Kulturforum östliches Europa. Potsdamer Bibliothek östliches Europa – Geschichte, Potsdam 2026




 [3. November 1937. Der Fackelläufer von Burdujeni]

Der Fackelläufer von Burdujeni

„Der Rausch der hohen Feste muß verwehn,
doch ob den Glanz auch ganz Vergessen bleiche,
in fernster Zeit noch wird ein Raunen gehn
vom Läufer durch die Nacht der sieben Reiche.

Der Greis in späten Tagen noch erzählt
den Enkeln, die am Ofen schauernd lauschen,
wie er dem Wanderer, der den Weg verfehlt,
vorübersauste wie ein Sturmeslauschen:

Nicht Jener, der die Opferflamme trug
vom griechischen Altar zum fernen Norden
ein Läufer ohne Kopf, ein bleicher Spuk
der Nacht, gespenstisch aus dem Nichts geworden!

Sein Lauf ging unaufhaltsam durch das Land,
der blutige Stumpf auf seinem Nacken glühte
noch röter durch das Dunkel, als der Brand
der Fackel, die in seiner Hand versprühte.

Und wo er weilte, barst die Flamme schon:
die Bauern, die aus ihren Hütten traten,
sahn starr vor Schrecken rings die Wälder lohn,
und wie ein breites Flammenmeer die Saaten.

Weit hinter ihm wies riesig in das Land
durch schwarze Nacht den Weg, den er genommen,
ein weißes Schwehlen wie ein Schlangenband,
doch endlich schien er an ein Ziel gekommen.

Er stand im Dunkel einer großen Stadt,
die wie ein Tier im Schlaf sich keuchend regte,
und vor ihm lag das Haus, in dem der Rat
der Männer jenes Lands zu tagen pflegte.

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Bei späten Enkeln wird die Sage gehn,
wie er dort stand, im ersten Schein der Frühe,
der Läufer ohne Kopf, ein Graun zu sehn,
Und starr die Fackell hob, und sie mit Mühe

- wie einer, den ein schwerer Auftrag zwang -
in jenes Hauses Halle warf, und harrte,
bis sieghaft eine Riesenflamme sprang
aus dem Gebälk und in den Himmel starrte.

Und daß er dann den Arm erhob zum Gruß
an einen Unsichtbaren, dem man immer,
selbst in der Ferne, stumm gehorchen muß
und wie ein Rauch zerging im Morgenschimmer.“

Dieses Gedicht veröffentlichte Herr Alfred Margul-Sperber, gew. Redakteur des hiesigen jüdischen (und selbstverständlich deutschfeindlichen) „Morgenblattes“, dzt. Angestellter des Schlachthauses Burdujeni, in der Nr. 340 des hiesigen jüdischen Greuelhetzblattes „Tagblatt“ vom 27. September 1936 unter der Überschrift „Der Fackelläufer“. Anregung zu seinem Hetzgedicht gaben ihm, wie leicht zu erkennen, die Berliner Olympiade, der Reichstagsbrand, der verbrecherische Brandstifter van der Lubbe und sein Haß gegen das heutige Deutsche Reich. Das alles bleibt ihm unbenommen, möge er sich im Geiste und im Worte zu einem Verbrecher wie van der Lubbe bekennen, wenn es Herrn Alfred Margul-Sperber zu ihm zieht.

Nun hindert Herrn Sperber andererseits sein Haß nicht daran, sich dessen zu rühmen, daß seine Dichtungen im Nazibarbarenland Anerkennung fänden, und er versteht es auch in glänzender, geschickter Tarnung, mal anders zu sein und anders zu dichten, nur um in Zeitschriften des Dritten Reiches Eingang zu finden und dort gedruckt zu werden. So finden wir seinen Namen in dem kürzlich erschienenen „Kürschners Deutschenliteratur-Kalender 1937/38“ verzeichnet, der angeblich bereits judenrein sein soll und am allerwenigsten Greuelhetzern wie einem Margul-Sperber offenstehen dürfte. Aber der vielseitige Herr Sperber bringt noch mehr zustande. So finden wir einige Gedichte von ihm in einer Sammlung „junger deutscher Dichtung jenseits der Grenzen“, veröffentlicht im Septemberheft 1935 der in Hamburg erscheinenden Schriftenreihe „Das Gedicht“, Blätter für deutsche Dichtung. (Es wird auch Sache zuständiger Stellen im Reiche sein, diese Maskeraden aufzuklären und dafür zu sorgen, daß der Wiederholung solcher empörender Betrügereien ein Riegel vorgeschoben werde.)

Liest man Sperbers Gedicht „Der Fackelläufer“, so könnte man unter Berücksichtigung der Umwelt, in der er seinen Beruf im Schweineschlachthaus von Burdujeni ausüben muß, vielleicht noch annehmen, er sei beim Dichten von einem Schweineblutrausch erfaßt worden. Aber derselbe Herr Sperber kann seinen Lubbeschen fackelläuferischen Blutrausch auch ablegen und mit kühler Berechnung etwa ein Gedicht „Traumflucht“ („Tagblatt“ vom 24. Oktober 1937) einem Ludwig Friedrich Barthel widmen, oder ein anderes Gedicht „Oktoberfrühe “ („Tagblatt“ vom 17. Oktober 1937) dem Dichter Josef Weinheber als Widmung versetzen. Diese Anbiederung trägt dann schon einmal ihre Früchte, mag sie Herr Sperber denken. „Der Fackelläufer“ ist gut für Burdujeni, er ist gut für Cernăuți und die Juden in der ganzen Bucovina. Eine Widmung für Barthel und Josef Weinheber zeitigt aber in „Kürschners Deutschen Literatur-Kalender“ und in Sammlungen „junger deutscher Dichter jenseits der Grenzen“ im Dritten Reich Erfolge!

Josef Weinheber, erst im Vorjahr mit dem Münchener Mozartpreis ausgezeichnet, ist einer der nationalsten deutschen Dichter der Gegenwart und der denkbar stärkste Gegenpol des ihn besingenden Margul-Sperber. Er steht im Lager jener, die Sperber durch seinen kopflosen Fackelläufer verbrennen lassen will. Dasselbe gilt noch mehr für Ludwig Friedrich Barthel (nicht zu verwechseln mit dem Literaturhistoriker Adolf Bartels), der auch in seinem geistigen Schaffen ein verschworener Vorkämpfer des Nationalsozialismus ist. Das alles schützt sie aber nicht davor, von einem Margul-Sperber angedichtet zu werden. Großzügig setzt er sich über seinen Fackelläufer hinweg und dichtet - „Kürschners Literaturkalender“ usw. vor Augen - für Weinheber und Barthlel drauflos. (Dazu kann man nur sagen, daß die Säule aus edlem Marmor vor dem Portal eines vornehmen Hauses auch nichts dagegen tun kann, wenn vorbeilaufende Straßenköter vor ihr ein Bein heben...)

Solchen Edelknaben der Feder wie Sperber, für die sein blutiger Fackelläufer ohne Kopf fürwahr ein Symbol ist, gibt der von Margul- Sperber angedichtete Barthel selbst eine den Nagel auf den Kopf treffende Antwort. Wir führen aus einem Beitrag Ludwig Friedrich Barthels „Der Dichter in seiner Zeit“ im Almanach des Verlags Eugen Diederichs für das Jahr 1936 an:

„Bemüht, ein Ewiges zu offenbaren, ist er (der Dichter; Anm. d. Tgp.) durch das Mittel des Wortes an seine Zeit, an sein Volk ... gebunden.“

„Hölderlin wird keinem Franzosen - er deutsche sich denn ein und das hieße nicht nur unsere Sprache erlernen — aufrichtig nahekommen, wie es nur einen Faust gibt, den deutschen.“

„Der Dichter aber muß es von vornherein wissen, daß er als Deutscher allein unter Deutschen, als Grieche allein unter Griechen seine legitime Heimat haben kann, und diese Schicksalsverflochtenheit treibt ihn vollends hinein in das Erlebnis und in die Wirklichkeit seines Volkes.“

„Man will nicht Dichter seiner Zeit, seines Staates und seines Volkes werden, sondern man ist und wird das durch das Geblüt und Erlebnis, wie etwa Geblüt und Erlebnis den Dichter der Landschaft oder der Liebe bestimmen.“

„Wir leben nun einmal in einer kämpferischen Anspannung und nicht in einem Zustand seligen Besitzes. Unsere Freiheit atmet darum knapp. Sie wird um so natürlicher und gelassener atmen, je weiter die innere Durchbildung des neuen Staates voranschreitet und je eher das in einen Willen und eine Meinung zusammengeschworene Deutschland sich jeder fremden Bedrohung Herr weiß.“

„Es wird aber der Dichter unserer Zeit durch nichts so sehr aufgerufen, wie Durch den neuen Willen zum Ewigen, wie ihn der Staat und die Bewegung dartun und wie ihn der Führer gerade auch dem künstlerischen Gestalten des Dritten Reiches zur Richtschnur gibt.“     

*

Wir denken, daß, diese Ohrfeigen für Herrn Sperber genügen. Sie sind umso wirksamer und er muß sie umso mehr schweigend hinnehmen, als sie ihm von einem Mann versetzt werden, dem er selbst verehrungsvoll ein Gedicht widmete. (Ein zweiter Aufsatz folgt.)

Czernowitzer Deutsche Tagespost, 14. Jg., Nr. 4090, 3. November 1937, S. 2.

+++

[5. November 1937. Cato: Der Fackelläufer von Burdujeni – 2]

Der Fackelläufer von Burdujeni

2.

Herr Margul-Sperber und seinesgleichen — es gibt nämlich noch verschiedene „Sperbers“ in der Bucovina - mögen wirklich begabte Dichter sein oder nicht: das wollen wir nicht untersuchen und es ist uns gleichgültig. Wogegen wir uns wenden, ist das Streben dieser Leute, einerseits das heutige Deutschland und das Deutschtum zu besudeln und sich andererseits demselben Deutschland und dem deutschen Volke aufzudrängen, wie gewisse Tierchen dem im Bette schlummernden Menschen. Wogegen wir uns wenden, ist die Überheblichkeit, mit der diese dichtenden Zeitgenossen sich dabei gegenseitig beweihräuchern, ohne die Wahrheit des alten Sprichwortes zu beachten, das da sagt, daß eigenes Lob stinkt.

Wenn man die in unserer Stadt erscheinenden jüdischen Blätter einige Zeit regelmäßig und aufmerksam verfolgt, wird man draufkommen, nach welchem System diese dichtenden, Fackelläufer „ohne Kopf“ arbeiten. Da veröffentlicht der Dichter A einen Artikel, in dem er die Dichtkunst seines dichtenden Geistesgenossen B preist. Eine Woche später erhält man einen Artikel des Dichters B vorgesetzt, der ein Loblied auf das dichterische Schaffen des Herrn C beinhaltet. Und wieder nach einigen Tagen schließt der Dichter C den Reigen, indem er dem Zeitungsleser Lob und Preis für die Gedichte des Dichtens A darbietet. Der naive und kritiklose Zeitungsleser, d. h. die große Masse, führt sich diese Lobgesänge zu Gemüte und schwört darauf, denn es sind ja Dichter, also geaichte Kenner, die dem oder jenem Kollegen solche Urteile spenden. Daß dieses Lob unter Lobenden und Gelobten im Kreise herumwandert und auf diese Weise eine Art Rückversicherung in der Familie darstellt, entgeht dem kritiklosen Zeitungsleser.

Genau so arbeiteten auch die aus östlichen, kaftangesegneten Gefilden in das Deutsche Reich zugewanderten Dichter, Schriftsteller und Journalisten im Nachkriegsdeutschland im großen Maßstabe, so machten sie sich gegenseitig groß und so ließen sie nur ihresgleichen aufkommen, das hochbegabte, bodenständige deutsche Schrifttum durch Totschweigen unterdrückend. Dieses System des Lobens im Kreise, das an eine sich in den eigenen Schwanz beißende Schlange (Symbol der Freimaurerei!) erinnert, hatte im Nachkriegsdeutschland zur Folge, daß dem deutschen Volke eine ihm völlig wesensfremde, nicht bodenständige „Dichtkunst“ aufgezwungen wurde, die unwesentlich zur moralischen Zersetzung und politischen Verknechtung der Nation beitrug.

Im Reiche sind dem Judentum heute solche Methoden Gott sei Dank verschlossen. Mit echt orientalischer Findigkeit werden sie dafür von dichtenden Juden im Ausland angewandt; um aber auch im Reiche gedruckt und gelesen zu werden, wandte man sich — wie Herr Margul-Sperber — dem System der sogenannten „Mastdarmtouristik“ zu. In dem vorigen Artikel (siehe „D. Tgp.“ Nr. 4090 vom 3. d. M.) wurde gezeigt, wie dies gemacht wird: einmal veröffentlicht man ein Gedicht „Der Fackelläufer“, in dem man das ganze Dritte Reich in Brand setzt. Einige Zeit später veröffentlicht man im selben Blatt Gedichte, die man speichelleckerisch deutschen Dichtern widmet, die durch und durch Nationalsozialisten sind. Fürwahr, eine Rekordleistung an Rückgratlosigkeit und „Mastdarmtouristik“, die Herr Margul-Sperber zustandegebracht hat.

Daß diese Dichter auch andere Leistungen vollbringen können; daß man beispielsweise in ihren Gedichten Worte wie „Aufbruch“ und andere Ausdrücke nationalsozialistischer Prägung findet; daß Margul-Sperber z. B. unlängst ein Gedicht veröffentlichte, das einem vor langen Jahren von Max Dauthendey geschriebenen Gedicht, na, sagen wir sehr stark nachempfunden ist und dieselbe Überschrift („Die schwarze Sonne“) wie dieses hat — über all das und ähnliche Kleinigkeiten sei hier ohne Kleinlichkeit hinweggegangen. Interessanter ist die Frage, was der letzte Sinn der Betätigung einer solchen Gesinnung in der Dichtkunst ist. Ist es nur Eitelkeit, ist es Geltungsdrang? Vielleicht gibt darauf ein Artikel Antwort, der unlängst — sonderbarer Zufall! — ausgerechnet neben einer Gedichtübertragung Sperbers in einem hiesigen jüdischen Blatt zu lesen war,

In diesem Artikel wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, „daß der Nationalsozialismus doch noch eine weniger radikale Lösung des anscheinend unlösbaren Problems finden würde, denn eine Mischung mit jüdischem Blut könnte außerordentlich wertvoll sein“. Also darum geht es letzten Endes! Man erhält Fußtritte — und will dennoch „mischen“. Man will in beispielloser Überheblichkeit ein Volk beglücken, das von diesem Glück nichts wissen will und es Gott sei Dank abgeschüttelt hat. Warum diese beharrliche Aufdringlichkeit, wie sie bei keinem anderen Volke zu finden ist? Findet man beispielsweise Deutsche, die unbedingt dem jüdischen Volke in Palästina ihre Geistesprodukte in hebräischer Sprache aufdrängen wollen? Oder kann man sich Polen vorstellen, die unbedingt das deutsche Geistesleben bereichern, oder Ungarn, die das rumänische Volk und das rumänische Schrifttum mit rumänisch geschriebenen Gedichten beglücken wollen? Gewiß nicht. Diese Sucht des Beglückens und des „Mischens“ findet man nur bei einem Volke der Welt, und alle Völker empfinden sie immer mehr als freches Aufdrängen ungebetener Gäste und Schmarotzer. Uns so ist es auch zu verstehen, daß die Abwehr, fälschlich auch „Antisemitismus” genannt, immer stärker wird, so wie man sich gegen eine zunehmende Warzenplage nur durch Anwendung größerer Mengen immer schärferen Insektenpulvers wehren kann.

Cato

Czernowitzer Deutsche Tagespost, 14. Jg., Nr. 4092, 5. November 1937, S. 4.


#

[17. Oktober 1937. Alfred Margul-Sperber: Oktoberfrühe]


Oktoberfrühe

Alfred Margul-Sperber


                    für Josef Weinheber


Tritt aus dem gärenden Wald,
trinke das duftende Licht!
Purpurne Röte umstrahlt
flackernd dir Stirn und Gesicht.


Siehe, im Osten entfacht
feurige Meiler der Tag,
Wolken am Rande der Nacht
glühn wie die Rosen im Hag.


Schon sind die Wölbungen hell
wie ein erleuchtetes Tor;
aber aus innerstem Quell
dunkelt noch Frühlicht empor.


Wie einst am Morgen der Welt
leer und zum erstenmal schön,
atmet im Herbstschlaf das Feld
goldenen Rauch zu den Höhn.


Selig in Flammen getränkt
steht der entblätterte Wald:
der sich so edel verschenkt,
bleibt als die reine Gestalt.


Schlinge das bronzene Laub
reich dir um Schläfen und Haar!
Eh' es verweht in den Staub,
keltre das alternde Jahr!

Tagblatt, 3. Jg., Nr. 656, 17. Oktober 1937, S. 3.


[24. Oktober 1937. Alfred Margul-Sperber: Traumflucht]

Traumflucht

Alfred Margul-Sperber

                    für Ludwig Friedrich Barthel

Ich fühlte mich wieder im Winde – im Winde, und nicht mehr im Leide,
ich hing als ein funkelnder Tropfen vor Tag an den Blättern der Weide.

Wie uferlos weh war der Abschied von allem, was lange mich quälte,
wie schwer ich mich nur und wie zögernd aus allem Vergangenen schälte!

Nun kühlte mich sanft das Vergessen, nun war mir so leicht und so leise,
ich wiegte mich zärtlich im Aufbruch zu einer unendlichen Reise.

Ich spürte das Duften der Heimkehr, ich konnte die leuchtenden Auen
und Wälder von ferne im Schimmer der Morgenröte erschauen.

Ich war durch alle die Jahre so weit in die Irre gegangen –
noch wollte ein letztes Erinnern nach mir aus der Dunkelheit langen.

Da ahnt' ich das Nahen der Sonne, und bebend, als ob ich entflöhe,
zerfloß ich beim Flammen des Aufgangs als schimmernder Rauch in die Höhe.


Tagblatt, 3. Jg., Nr. 662, 24. Oktober 1937, S. 3.

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[10. November 1937. Alfred Margul-Sperber: Zur Abwehr einer Anflegelung]

 

Zur Abwehr einer Anflegelung

Alfred Margul-Sperber

In der „Tagespost“ vom 3. und 5. November also in zwei Folgen, veröffentlicht Cato einen Angriff gegen mich, der das Ungeheuerlichste, Beispielloseste und Schäbigste an perfider Ehreabschneiderei, verleumderischen Fälschungen und lügnerischen Unterstellungen vorstellt, das mir je unter die Augen gekommen ist. Mit der Gesinnungslosigkeit der angewendeten Methode hält der ordinäre Tonfall gleichen Schritt. Es ist der Tonfall des Wirtshauses, wenn alle Hemmungen gelöst sind und der Radau beginnt. Cato vergleicht mich mit einem beinehebenden Straßenköter, nennt meine Veröffentlichung von Gedichten in einer deutschen Zeitschrift „empörende Betrügereien“ und zeiht mich der „Rückgratlosigkeit und Mastdarmtouristik“. Man wird in der Folge sehen, weshalb. Also Cato heißt der Kavalier, diese nicht nur als Charakterbild, sondern auch in späten Nachtstunden leiblich schwankende Gestalt, die sich solches gegen mich leistet! Wer anders könnte es sein? Wem sonst käme der Einfall, ich hätte ein Gedicht im „Schweineblutrausch“ geschrieben, als einem, der wähnt, Gedichte würden, ebenso wie seine Zeitungsartikel, vornehmlich im Rausch geschrieben? Wem anders stünde der Vergleich mit einem beinehebenden Straßenköter so fix zu Gebote, als einem, der, an und für sich Träger eines in der Regel nur als Hundenamen verwendeten Pseudonyms, sich einmal in aller Öffentlichkeit, in einem menschenerfüllten Saale, in der durch jenen Vergleich angedeuteten Verrichtung gefallen hat, wobei er nicht einmal das Bein zu heben brauchte? Cato hat nun, ein für alle Male, die Schonung verwirkt, die ich ihm, ganz unverständlicher Weise, seit Jahren angedeihen lasse. Er ist von mir unlängst auf das nachdrücklichste verwarnt worden, sich ja nicht wieder an meinem Privatleben zu vergreifen. Habeat sibi!

Cato ist nicht nur in seinem publizistischen Leben ein rüder Polemiker. In Cernăuți erfreut er sich des Leumunds, in besonders angeregter Stimmung lebhaft mit Flaschen und Bierkrügeln um sich zu werfen. Nun gehört das allerdings zu den Dingen seiner privaten Lebenshaltung. Aber ein Trinker ist solange Privatmensch, als er nicht gemeingefährlich wird. Ist er das einmal, dann wird seine Leidenschaft unfehlbar Gegenstand des öffentlichen Interesses. Insbesondere bei einem Manne, der durch seine publizistische Tätigkeit Einfluß auf die Gestaltung des öffentlichen Lebens nimmt, hat die Öffentlichkeit ein Recht zu wissen, ob er nüchtern ist, wenn er die Feder in die Hand nimmt. Denn das Unheil, das ein benebeltes Gehirn stiften kann, wenn es sich in Druckerschwärze umsetzt, läßt alle Möglichkeiten eines gewöhnlichen alkoholischen Exzesses weit hinter sich. Wenn in einem Blatte, dessen Schriftleiter im Rufe des Gewohnheitstrinkers steht, unausgesetzt, hemmungs- und skrupellos mit den niedrigsten Mitteln gegen eine andere Nation gehetzt wird, dann muß man sich schon fragen, ob ein solches Blatt nicht gerade diese seine spezifische „Richtung“ den schädlichen Auswirkungen des Alkohols verdankt. Ich bin hier bei einem Punkte angelangt, wo ich den mehr oder minder wichtigen persönlichen Anlaß, der zu meinen Betrachtungen geführt hat, weit hinter mir lassen muß. Es ist eine Frage von brennendstem öffentlichen Interesse, die ich da anschneide. Das Pressegesetz bietet leider keine Handhabe gegen einen solchen publizistischen Uebelstand. Es schreibt zwar neuestens vor, daß Hauptschriftleiter akademisch gebildet sein müssen, aber es sieht nirgends die Unvereinbarkeit von geistigen Getränken und geistigen Berufen, wie der Journalismus einer ist, vor. —

Im Schenkenzwielicht also, in einer alkoholdunstgeschwängerten Atmosphäre, ist über mich von Cato ein „literarisches Gericht“ gehalten worden. Es sieht auch ganz darnach aus: die gegen mich ins Treffen geführten Argumente sind Rülpse, die Anwürfe Stänkereien. Wer kann unter solchen Umständen erwarten, daß ich mich ernsthaft mit den Details, die er vorbringt, befassen werde? Wer was über mich lügt, glaubt ihm ohnehin kein Mensch. Wer wird die hirnrissige Logik seiner Beweisführung ernstnehmen, die da faselt, oder besser gesagt: fuselt, ich hätte im Oktober 1937 zwei deutschen Dichtern Gedichte gewidmet, um im September 1936 in einer deutschen Zeitschrift gedruckt zu werden? Er hat die Stirn, ein Gedicht von mir, in welchem die Gestalt des von einem deutschen Reichsgerichte wegen kommunistischer Brandstiftung abgeurteilten und hingerichteten Van der Lubbe als zeitloses Symbol des mordbrennerischen Amoklaufs einer irren Welt gespenstisch beschworen wird, abzudrucken und hinterdrein zu behaupten, es sei ein „Hetzgedicht“, inspiriert von „Haß gegen das heutige Deutsche Reich“. Wer glaubt ihm das, wenn er das Gedicht gelesen hat? Das Gleiche ließe sich ebensogut von Schillers „Kampf mit dem Drachen“ behaupten! Wer kann das Lachen unterdrücken bei seiner Behauptung, ich bekennte mich zu zeitgenössischen deutschen nationalen Dichtern ausgerechnet in Cernăuțier jüdischen Zeitungen — die Cato als Greuelhetzblätter bezeichnet — zu dem Zwecke, um mich bei diesen nationalen Dichtern Liebkind zu machen! Wer wird es erst darauf ankommen lassen, daß er seine Lüge, ich habe ein Gedicht von Max Dauthendey „na, sagen wir: sehr stark nachempfunden“, unter Beweis stelle, und nicht sofort vermuten, daß er mein Gedicht doppelt gesehen hat? Wer weiß nicht, daß das Wort „Aufbruch“, dessen Verwendung Cato den Juden verwehren will, weil es nach ihm ein „Ausdruck nationalsozialistischer Prägung“ sein soll, in seiner heutigen Bedeutung schon 1914 von dem Adolf Bartels zufolge jüdischen, in Frankreich gefallenen Dichter Ernst Stadler als Buchtitel verwendet worden ist? Wer liest Catos Quasselei von der „Mischung“, mit der er mich, es ist gar nicht abzusehen, warum, in Zusammenhang bringt, ohne sofort zwangsläufig zu denken, daß ihm dabei verschwommen ein Cocktail vorgeschwebt haben muß? Aber wer bringt es überhaupt zustande, diese denkwürdigen zwei Catoartikel gegen mich ganz zu Ende zu lesen, ohne daß ihm dabei übel wird?

Denn, um es geradeheraus zu sagen: sie riechen nicht überall nach Alkohol, es ist manchmal auch der säuerliche Geruch des Katzenjammers zu spüren, in dem Cato, aus irgend einem dumpfen Grollen der Verärgerung über mich, die Inspiration zu seinem Husarenritt gekommen sein dürfte. Wenn er meine Antwort liest, und nicht gerade einen Rausch hat, wird er sich fein bescheiden und in Zukunft [hüten], mit mir wieder anzubinden. Denn das nächste Mal würde es viel schlimmer kommen. Hat er aber einen sitzen und es ist gerade ein Bierkrügel in seiner greifbaren Nähe, dann wird halt ein Unschuldiger daran glauben müssen.

Einen Unfug muß er aber sofort abstellen: sich weiterhin Cato zu nennen. Das geht schon darum nicht, weil jener Cato Censorius bekanntlich ein sehr sittenstrenger Mann gewesen ist. Wenn ihm aber dieses Pseudonym durch den jahrelangen Gebrauch so sehr ans Herz gewachsen ist, daß er sich davon nicht zu trennen vermag, dann soll er sich wenigstens, zur „reinlichen Scheidung“ von seinem römischen Namensvetter, von Stund' an: Cato Schikorius nennen.

Czernowitzer Morgenblatt, 20. Jg., Nr. 5737, 10. November 1937, S. 5.







+++ Top +++

 



Erstellt: 2. 6. 2026 - Aktualisiert: 15. 6. 2026, 10:55 h







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Sonntag, Mai 23, 2021

Blut und Boden 8 - Sînge şi glie 8



Blut-und-Boden-Ideologie in den Werken von Vintilă Horia, Albert Wass, Heinrich Zillich, József Nyírő u.a.

Doctrina estetică a „sîngelui şi gliei” în operele lui Vintilă Horia, Albert Wass, Heinrich Zillich, József Nyírő ş.a.



VIII. Teil - Partea a VIII-a

„Unora dintre ideologi[i fascişti] li se părea absolut clară necesitatea înlocuirii vechii teze umaniste despre om ca măsură a tuturor lucrurilor prin teza că măsura tuturor lucrurilor este naţiunea.” – Hermann István (estetician, 1973) 


„Führer-ul nu cunoaşte decît luptă, trudă şi grijă. Noi vrem să-i luăm din povară partea, pe care i-o putem lua” / „Der Führer kennt nur Kampf, Arbeit und Sorge. Wir wollen ihm den Teil abnehmen, den wir ihm abnehmen können.“– Heinrich Zillich (völkischer Schriftsteller - scriitor nazist)

„Man wird es einmal als eine ganz große Leistung bewerten, daß Hitler die Mittel der Demokratie zu ihrer Beseitigung wählte. Dadurch gewann sein Vordringen Überzeugungskraft auch denen gegenüber, die ihn bekämpften.” - Heinrich Zillich (1933)

Da aber keine Staatskunst der Welt die erdräumlichen Verhältnisse des Gebietes außer acht lassen kann, in welchem das Volk lebt, so wird hieraus ersichtlich, daß die Begriffe „Blut“ und „Boden“ zum entscheidenden Grundgedanken des Nationalsozialismus werden.” - 
R. Walther Darré (Reichsbauernführer, Reichs- und Preußischer Minister für Ernährung und Landwirtschaft und Reichsleiter der NSDAP), Blut und Boden, ein Grundgedanke des Nationalsozialismus (1936) 

„Siebenbürgen ist alter Kulturboden, dessen ausgeformtes Geistesleben alle geistigen Ausstrahlungen des Mutterlandes auffängt und sich organisch einverleibt. Zwischen der Versuchung, sich in der Enge einer Heimatkunst zu bescheiden, und der Gefahr, in den Leerlauf einer übernommenen und nicht bodenverwurzelten Bildungsdichtung hineinzugeraten, entsteht hier eine Kunst, die zugleich dichterische Ausdeutung siebenbürgischen Daseins und Mitschwingen im Rhythmus gesamtdeutscher Entwicklung sein will.“ - Harald Krasser, „Vorwort“, in: Herman Roth / Harald Krasser: Herz der Heimat. Herausgegeben von der Deutschen Buchgilde in Rumänien. Vorwort von Harald Krasser, Verlag von Krafft & Drotleff, Hermannstadt 1935, S. 1-11 (hier, S. 3)

„Nur die Völker bleiben, so will es das Blut. Immer nur gutes Blut…“ - Rudolf Hollinger (1942)

„Führerul german s'a înscris în istorie printre ctitorii României.” Nichifor Crainic, „Aliaţii lui Hitler” (1941)


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Blut und Boden 8 - Sînge şi glie 8



Inhaltsübersicht - Cuprins

William Totok: „Historische Verzahnungen. Rechtsextremismus und Revisionismus in Rumänien“ (V), in: Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte, Literatur und Politik, 15. Jg., Heft Nr. 2, November 2003, S. 54-76.

„Es lebe der Geist von Iancu!“ 
„Iancu, ein Symbol des Prophetentums“
Historischer Hintergrund
Propagandasymbiose von Kunst und Ideologie

Exkurs: Ungarisches Rehabilitierungsfieber [eine überarbeitete rumänische Fassung des letzten Abschnittes ist in der Zeitschrift Observator Cultural, erschienen: „Febra răsăriteană a reabilitărilor. Cazul Albert Wass“, in: Observator Cultural, Nr. 184, 02. 09. 2003.] 
„Wer ist ein Ungar?“
Revision des Urteils
Aufgrund der eingesehenen Zeugenaussagen rekonstruierter, kalendaristisch berichtigter, Ablauf des Geschehens und Tathergangs des Verbrechens vom 21. September 1940 in Sucutard-Ţaga
„Eiserner Wille“ 

Einige Zitate - Cîteva citate: Lucreţia Dulamă, „Balada Tribunului Vadim“ (2000); Ion Arieşanu, „Un om, un portret, o personalitate“, în: Eroul, Din inimile ţării, fierbinte omagiu tovarăşului Nicolae Ceauşescu (1989); La Ţebea, la Iancu (1990); Corneliu Vadim Tudor: „Rugăciunea lui Avram Iancu“ (1992); idem., „...nu ştiu să trădez” (2000); Petre Ţurlea, „O comparaţie: Avram Iancu şi Ion Iliescu” (2004); Iancu la Ţebea [Versuri: Adrian Păunescu - interpretul cîntecului: Vasile Şeicaru]; Adrian Păunescu, „A trecut azi noapte“ (1974); Codreanu, „Pentru legionari“ (1936); Octacian Goga, „Avram Iancu“ (1924); Oliver Jens Schmitt, Corneliu Zelea Codreanu. Ascensiunea şi căderea „Căpitanului” (2017); 100 de ani de la moartea lui Avram Iancu, în: Studii. Revista de istorie (nr. 4, 1972); Die Ceauşescus in Ţebea / Ceauşeştii la Ţebea (1984); Die Securitate als „Söhne Avram Iancus” / Securitatea deghizată în „Fiii lui Avram Iancu” (1988); Ţebea (2021); 


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Foto: © Christof Kaiser, 2002
Foto: © Christof Kaiser, 2002 


















Unvollständiges Personenverzeichnis
in nicht alphabetischer Reihenfolge: 

 
Adrian Păunescu, Avram Iancu, Ion Iliescu, Adrian Năstase, Richard Wagner, Monica Lovinescu, Lucian Boia, Nicu Alifantis, Corneliu Zelea Codreanu, Friedrich Nietzsche, H. St. Chamberlain, Oswald Spengler, Lucian Blaga, Mircea Zaciu, Carol II., Silviu Dragomir, Nicolae Ceauşescu, Corneliu Vadim Tudor, Stelian Neagoe, Grigore Traian Pop, Nicolae Niţă, Nistor Chioreanu, Răzvan Codrescu, Aurel C. Popovici, Nicolae Bălcescu, Kossuth Lajos, Radu Ceontea, Mihail Roller, Gheorghe Gheorghiu-Dej, Andreas Hofer, Traian Puiu, Dr. Petru Groza, Emil Constantinescu, Victor Ciorbea, Alexandru Voitinovici (Al. Voitin), Petre Pandrea, Lucreţiu Pătrăşcanu, Iosif Constantin Drăgan, Radu Ioanid, Vasile Alecsandri, Mihai Eminescu, Octavian Goga, Nicolae Iorga, Constantin Noica, Andrei Indrei, Mihai Fătu, Ion Spălăţelu, Vladimir Tismăneanu, Dan Amedeu Lăzărescu, Dan Berindei, Albert Wass, István Csurka, István Eörsi, Ioan Scurtu,  Ion Antonescu, Ioan Aurel Rus, Raoul Şorban, Ion Coja, Petre Ţurlea, Miklós Horthy, Adolf Hitler, Dr. Nicolae Corneanu, Béla Köpeczi, Israel Gutman, György Frunda, Knut Hamsun, Lászlo Tökes, Szász Jenö etc.      

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Einige Zitate - Cîteva citate 

„Căci în marele bărbat
Faimă mare s-a-ntrupat
Faima mare-a bunilor
Bunilor, străbunilor
Faima mare-a Iancului
Crăişorul muntelui“  

Lucreţia Dulamă, „Balada Tribunului Vadim“, în: Politica, Nr. 419, Anul IX, 08.04. 2000.

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„Era portretul ştiut al lui Avram Iancu, tînăr, căciula ştrengăreşte pe o ureche, iar mîna odihnindu-i-se pe şerparul lui de ţăran, în care se zăreau ameninţînd pistoalele. Celălalt portret era o litografie veche, colorată, înfăţişîndu-l pe Mihai Viteazul. Al treilea portret îl înfăţişa pe preşedintele României, pe tovarăşul Nicolae Ceauşescu, la vîrsta de tînăr revoluţionar – privirea sa aprinsă, întreaga făptură parcă împinsă înainte, spre cucerirea unei culmi a ideii, sau a unui vis, exprimînd pentru totdeauna, idealul jertfei de sine spre binele tuturora, semnul adevărat şi aprig al personalităţii sale.“ 

Ion Arieşanu, „Un om, un portret, o personalitate“, în: Eroul, Din inimile ţării, fierbinte omagiu tovarăşului Nicolae Ceauşescu, Editura Eminescu, Bucureşti, 1989, pp. 73-75.

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La Ţebea, la Iancu, Phoenix, nr. 28, septembrie, 1990, p. 1 

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„Rugăciunea lui Avram Iancu“ 

„Eu mă topesc sub ierburi nestemate
cu fluiera şi doinele întregi
şi cine ştie, peste-un secol, poate
voi răsări în tabla altor legi“ 


Corneliu Vadim Tudor, Cartea românească de învăţătură, (Das rumänische Lehrbuch), Prefaţă de Edgar Papu, Editura Fundaţiei România Mare, Bukarest 1992, p. 81.


[...] Niciodată n-am să-i pot înţelege pe Petru Groza, Gheorghiu-Dej şi alţii (care erau oameni foarte inteligenţi) de ce au tolerat să zacă în temniţe oameni de mare valoare, ca poeţii creştini Nichifor Crainic, Radu Gyr, Vasile Voiculescu, Vasile Militaru, ca istoricii Gh. Brătianu, C. C. Giurescu, Vasile Netea, ca politicienii Iuliu Maniu, Dinu Brătianu şi atîţia alţii. [...] Reperele mele morale sînt cu totul altele. Ele sînt cîţiva dintre pilastrii Pantheonului Naţional: Tudor Vladimirescu, Avram Iancu, Nicolae Bălcescu, Mihai Eminescu, Mareşalul Antonescu. [...]

Corneliu Vadim Tudor,  Senator PRM de Bucuresti, „INAPT PENTRU POLITICĂ. – nu ştiu să mint, nu ştiu să fur, nu ştiu să mă prefac, nu ştiu să trădez”, în: România Mare, Nr.  528, Anul XI, 25 august 2000.

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O comparaţie: Avram Iancu şi Ion Iliescu 

Avram Iancu, conducătorul Revolutiei românilor transilvăneni de la 1848-1849, este un simbol al luptei pentru independenţa acestora şi pentru unitate statală, un simbol al jertfei de sine pentru atingerea idealurilor naţionale. De aceea, a ajuns a fi iubit şi venerat de întregul Popor Român. Şi tot de aceea, pentru că simboliza cele mai importante aspiraţii ale românilor, asupra memoriei lui Avram Iancu s-a revărsat furia acelora care se opuneau înfăptuirii acestor aspiraţii. În timpul stăpînirii maghiare asupra Transilvaniei, cultul eroului care doarme la Ţebea a fost împiedicat de autorităţi, iar foarte puţinele însemne în piatră dedicate acestuia au atras furia distructivă a şoviniştilor maghiari. Cel mai cunoscut este cazul distrugerii monumentului „Piatra Libertăţii“, aflat pe Cîmpia Libertăţii de la Blaj (locul Marii Adunări Nationale a românilor din 3-5 mai 1848) şi a „Crucii lui Iancu“, aflată pe dealul din vecinătatea Cîmpiei Libertăţii. Ambele monumente au fost dinamitate în noaptea de 16 noiembrie 1908. Autorităţile maghiare s-au prefăcut că cercetează cazul, dar făptuitorii nu au fost prinşi. Indignarea românilor faţă de aceste vandalisme ale ungurilor a fost tradusă de Andrei Bârseanu într-o poezie:  
„Sfărîmat-au piatra, ce fost-a mărturie, 
Cînd ceasul de-noire l-au prevestit tribunii. 
Se bucură-n zadar nemernicii, nebunii: 
Zdrobit-au Piatra, dar Libertatea-i vie! 
Şi Crucea aţi sfărîmat, simbol sfînt de credinţă 
Al unui neam setos de zile senine. 
În van, stafii de noapte cu suflete haine: 
Nu veţi putea opri a Zilei biruinţă!“ 
După 1918, monumente ale lui Avram Iancu au fost ridicate în numeroase localităţi. Istoricii români şi-au făcut şi ei datoria, prezentîndu-l pe Avram Iancu în multe lucrări ştiinţifice valoroase. Numele său este dat astăzi unor străzi din majoritatea localităţilor urbane ale ţării. Numele său a fost dat unor unităţi militare. Tot numele său a fost luat de cea mai cunoscută dintre formaţiunile de luptă ale rezistenţei anticomuniste, după al II-lea război mondial –  „Haiducii lui Avram Iancu“. După 1989, portretul său a apărut pe bancnota de 5.000 de lei. O asociaţie culturală, cu 70.000 de membri, îi poartă numele. Iar cîntecele despre Avram Iancu au intrat în inima şi în bagajul cultural al oricărui român. 
După 1989, o parte a politicienilor români au încercat să profite electoral de pe urma lui Avram Iancu, ieşind în faţă la fiecare comemorare de la Ţebea, uitînd că acolo trebuie să meargă cu smerenie. În rîndul I, din aceşti politicieni bucureşteni, s-a aflat dl. Ion Iliescu, veşnicul preşedinte, dacă nu de ţară, cel putin de partid. Iar dintre politicienii minori, prototipul acestor doritori ca gloria lui Iancu să se reverse şi asupra lor, este Adrian Păunescu. 
Dl. Ion Iliescu a lăsat impresia totdeauna că doreşte ca lumea să-l compare cu Avram Iancu. Să-i facem pe plac şi să-l comparăm cu ilustrul înaintaş. Crăişorul Munţilor a luptat pentru libertate şi unitate naţională. Dl. Ion Iliescu a făcut, în schimb, tot ce i-a  stat în putere împotriva acestor idealuri. Să ne aducem aminte de faptul că, în 1990-1991, domnia-sa a fost, în calitate de preşedinte al României, alături de Petre Roman, principalul oponent al ideii revenirii Basarabiei în cadrul României; ratarea momentului favorabil reunificării este cea mai gravă greşeală a politicii României de după 1989. Tot dl. Ion Iliescu a patronat încheierea Tratatului ruşinos cu Ungaria din 1996, de la Timişoara. Şi, cu o impertinenţă maximă, în drum spre Timisoara, dl. Ion Iliescu s-a oprit la comemorarea de la Ţebea, pe 15 septembrie 1996, pentru a-i aduce un omagiu lui Avram Iancu; mai exact, pentru a fi văzut de români la Ţebea. I se închina lui Avram Iancu şi a doua zi urma să semneze Tratatul cu ţara care păstrează aceleaşi ţeluri acaparatoare de pămînturi româneşti ca la 1848, un tratat care conferă statut privilegiat ungurilor din România şi „drepturi comunitare“. La Ţebea veniseră şi senatorul Corneliu Vadim Tudor, preşedinte al PRM, şi primarul din Cluj-Napoca, Gheorghe Funar, pe atunci preşedinte al PUNR - două partide cu adevărat naţionale, care se opuneau ferm Tratatului. Din ordinul d-lui Iliescu, nu li s-a dat voie să vorbească multimii. Dar, aceasta i-a strigat presedintelui României: „Să nu semnati!“ si „Fără Tratat!“. Dl. Ion Iliescu s-a prefăcut că nu aude. La 5 metri în faţa domniei-sale, chiar în timp ce îşi ţinea discursul, mai mulţi reprezentanti ai „Vetrei Româneşti“ - nişte uriaşi îmbrăcaţi în costume populare - au desfăşurat o pînză imensă cu inscripţia: „Cine semnează, ne trădează!“ Nici pe aceasta dl. Iliescu nu a luat-o în seamă. În campania electorală din 2000, dl. Ion Iliescu, „patriotul“, s-a aliat cu UDMR-ul - cel care se afirma deschis luptător pentru înfăptuirea idealurilor Revolutiei ungare de la 1848, între aceste idealuri numărîndu-se şi înglobarea Transilvaniei în Ungaria, fără voia românilor. Fără voturile electoratului maghiar, dl. Ion Iliescu nu mai ajungea preşedinte. Voturile au venit în schimbul unor promisiuni. Şi s-a văzut, în ultimii 4 ani, cînd majoritatea cererilor maghiarilor au fost satisfăcute, chiar dacă ele erau îndreptate împotriva Statului Român şi a românilor. Pentru a-şi asigura voturile maghiarilor în 2004, actuala Putere, sub patronajul aceluiaşi domn Ion Iliescu, a reamplasat la Arad monumentul celor 13 generali maghiari executaţi la 1849, generali care au condus Armatele ungureşti vinovate de asasinarea a  40.000 de români; şi tot actuala Putere, prin vocea d-lui Adrian Năstase, distinsul nostru prim-ministru, şi cu voie de la Cotroceni a declarat că nu se mai opune autonomiei teritoriale pe criterii etnice a ungurilor. Acum, apropiindu-se alegerile, dl. Ion Iliescu vrea să-şi asigure şi voturile românilor, arătîndu-se a fi bîntuit de sentimente patriotice. S-a închinat lui Ştefan cel Mare. Se închină lui Avram Iancu. Şi crede că românii uită fărădelegile pe care le-a făcut pînă acum. Nu uită! Dovadă primirea de care a avut parte la Ţebea, cînd mii de oameni l-au huiduit. În plus, spre adînca disperare a d-lui Ion Iliescu, mulţimea a scandat „Vadim! Vadim!“ 
Este o întreagă galerie de oameni politici români care, la fel ca actualul preşedinte al ţării, se închină adînc în faţa Istoriei, a marilor personalităţi ale Neamului, dar trădează idealurile pentru care giganţi precum Avram Iancu au luptat. În galerie îl întîlnim şi pe fostul preşedinte, dl. Emil Constantinescu, sub domnia căruia, pentru prima dată, a fost adus UDMR-ul în Guvern, sub domnia căruia bancnota de 5.000 lei cu portretul lui Avram Iancu a fost retrasă, ca să nu-i supere pe aliaţii udemerişti. În galerie găsim şi foarte mulţi politicieni de mîna a doua, al căror prototip este poetul minor Adrian Păunescu. Vă aduceţi aminte de cîte zeci de ani acesta se bate cu pumnul în piept pe toate ecranele televizoarelor, în toate sălile de spectacole, pe toate stadioanele, arătîndu-şi patriotismul? Este acelasi domn care a votat, în Senat, noua Constitutie ce atentează la ideea de Stat national unitar român; acelaşi domn care a votat pentru reamplasarea monumentului celor 13 criminali maghiari de la Arad ş.a.m.d. Aşadar, dl. Ion Iliescu poate fi mulţumit: nu este singurul duplicitar. 
Prin urmare, o comparaţie între Avram Iancu şi piaza rea a României de după 1989, Ion Iliescu, ne duce la o concluzie tristă. Înaintaşul  care-şi doarme somnul de veci la Ţebea ar muri încă o dată, de ruşine, dacă ar vedea cine a ajuns să-i conducă pe români. Marele Avram Iancu nu s-ar putea uita decît cu dispreţ la un Ion Iliescu, veşnic gata să se plece spre toate orizonturile, pentru a se menţine la Putere. Poporul care l-a huiduit la Ţebea pe dl. Ion Iliescu în 2004 este acelaşi popor care-l venerează pe Avram Iancu. El, Poporul Român, l-a plasat pe actualul preşedinte în galeria personajelor detestabile, iar pe Avram Iancu în Pantheonul Neamului. Iată rezultatul comparaţiei celor doi. Rămîne o datorie a noastră, a tuturor acelora care au sentimente patriotice, de a aduce în fruntea ţării, la alegerile din noiembrie, oameni de care Crăişorul Munţilor să nu aibă a se ruşina. 
Prof. univ. dr. Petre Ţurlea 

Petre Ţurlea, „O comparaţie: Avram Iancu şi Ion Iliescu”, în: România Mare, anul XV, Nr. 741,  24 septembrie 2004.

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Iancu la Ţebea 



Ce veşti mai aveţi voi, români, despre Iancu
Să spună ce ştiu toţi acei care ştiu
Ce veşti să avem, suntem oastea lui Iancu
La Ţebea, la Ţebea, eroul e viu
Eroul ne cheamă, ne cheamă la Ţebea
Al nostru frumos, pătimit crăişor
Aici ne rugăm pentru Iancu, la Ţebea
Roş-galben-albastru - altar tricolor

R: Trăiască duhul lui Iancu
Trăiască moţul între moţi
Câmpia Libertăţii spune
Că Avram Iancu suntem toţi

Popor românesc, nu uita niciodată
Că nu eşti urmaş de fricoşi şi bastarzi
La tine acasă cât faci ochii roată
De dragul eroilor veşnic să arzi
La Ţebea foşnesc româneşte gorunii
Şi-ntreg calendarul se-aude pe drum
Şi clopote fierb untdelemnul furtunii
La Ţebea, la Ţebea, la Ţebea acum

Şi nu e român omul care în viaţă
O dată măcar, într-un ceas minunat
Pe sine privindu-se parcă în faţă
Lui Iancu Avram nu i s-a închinat
Tu, Iancule sfânt, ne-ai purtat idealul
La Ţebea venim, fiii tăi te cinstesc
Lui Iancu-nchinare, trăiască Ardealul
Trăiască întregul popor românesc

Versuri: Adrian Păunescu - interpretul cîntecului: Vasile Şeicaru

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Adrian Păunescu, Repetabila povară, (Wiederholbare Last), Editura Scrisul românesc, Craiova, 1974. În poezia „A trecut azi noapte“ (pp.13-14) este evocată figura lui Avram Iancu:

 „A trecut azi noapte Iancu prin Ardeal/şi-a trezit gravidele din somn.“// (...) Au născut femeile lumină,/şi-a crescut pe cer tropot de cal,/ Semn că nu sfîrşeşte niciodată să revină/Spiritul lui Avram Iancu în Ardeal.// “


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„Îl cheamă în cântecul lor de jale pe Iancu, eroul lor, să-şi vadă munţii goi şi „codrii raşi“ de cetele de „jidănaşi“.

Codreanu, „Pentru legionari“, 1936, p. 356 


„O parte au plecat cu maşina, iar eu, însoţit de patru dintre ei şi de ţăranul Frăţilă, am plecat pe jos, străbătând toate satele, până în munţi, la mormântul lui Avram Iancu, o distanţă de 140 km. Ţăranii m-au primit pretutindeni cu bucurie. De la Ţebea, ne-am despărţit. Ei şi-au continuat drumul în Hunedoara, iar eu am plecat la Teiuş.“

id., „Pentru legionari

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„Sunt vre-o cincizeci de ani şi mai bine, de când a murit a doua oară Avram lancu. De-atunci faţa vremilor s'a schimbat printr'o cascadă vertiginoasă. Credinţa lui s'a înfipt adânc în conştiinţa neamului şi-a ajuns la o răspântie nouă. Viforul dela patruzeci şi opt s'a pornit iarăş să sguduie catapeteazma lumii. A reînviat epopeia! Românismul s'a ridicat din cenuşa ruinei universale şi peste stârvul pajurei cu două capete dorobanţii noştri au împlântat tricolorul pe palatul din Buda...
O justiţie imanentă, veşnică şi implacabilă, a rectificat povestea noastră şi-a răsplătit martiriul eroului. In faţa mormântului dela Ţebea se închină o Românie aşa cum a visat-o el cu Bălcescu la focul de 
pe creste, sau cum a văzut-o ca o fantomă în arătările lui de pribeag nebun.“

Octacian Goga, „Avram Iancu“, în: Ţara noastră, anul V, nr. 35/31.08.1924, pp. 1085-1090, aici: p. 1090 [Număr închinat memoriei lui Avram Iancu.]



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„Astfel, în funcţie de regiune şi mediul social, [Codreanu] a manverat abil diferite aşteptări: s-a purtat ca un nou Ştefan cel Mare în Moldova, ca un nou Avram Iancu în Ardeal, ca un erou călare printre ţăranii din Basarabia, ca Făt-Frumos în tîrgurile din Moldova, ca apostol tăcut al ţăranilor ajunşi în mizerie, în anii de început; apoi ca idol – pînă la încremenirea într-o figură totemică – al intelectualilor rafinaţi, cunoscători ai culturii din afara Europei, şi ca icoană în mediul urban, în anii pe care i-a petrecut între Bucureşti şi Carmen Sylva.” 

Oliver Jens Schmitt, Corneliu Zelea Codreanu. Ascensiunea şi căderea Căpitanului”. Traducere din germană de Wilhelm Tauwinkl, Humanitas, Bucureşti, 2017, p. 342. 

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100 de ani de la moartea lui Avram Iancu, în: Studii. Revista de istorie, anul XXV, nr. 4, 1972



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Zur Erinnerung an Avram Iancu pflanzen die Ceauşescus in Ţebea eine Eiche. Zeichnung von Valentin Tănase (1984)

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1988: Die Securitate als „Söhne Avram Iancus” / Securitatea deghizată în „Fiii lui Avram Iancu”

Morddrohungen gegen Rumäniendeutsche. In West-Berlin lebende SchriftstellerInnen sollen politische Aktivitäten gegen Ceauşescus Regime einstellen / Todesdrohungen kamen per Post / Vermutlicher Absender: Ceauşescus Geheimdienst „Securitate”, in: die tageszeitung (taz), Nr. 2659, 10.11.1988, S. 1.

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2021

NN, 13. 9. 2021

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Alte elogii, în stil protocronist, aduse lui Avram Iancu 



Avram Iancu

de Ana Blandiana

Dormind înaintează cântând din fluier stins
Învinsul crai al adormirii noastre,
În urma lui cresc codri mari de plâns
Şi hohotesc nemuritor dezastre.

În urma lui se ară singur de cutremur
Pământul nostru pustiit de somn
Şi singur, sub al zilei roşu tremur,
Se seamănă cu oase vechi de domn.

Ar fi destul îndemnul din fluier să-şi suspine
Şi-ar încolţi pământul scârbit războinici grei,
Dar el e încoifat c-un roi somnos de-albine
Şi-armate are-n turme picotitorii miei;.

Dar struguri dulci se-mbată şi aţipesc în vie,
Dar norii-adorm pe ceruri şi undele pe lac,
Dar grânele se culcă şi se sfârşesc în glie,
Sub greutatea florilor de mac;.

Dar dorm în albii râuri şi frunzele-n păduri,
O ţară-ntreagă transhumată-n vis,
Pe când măritu-i rege cu ochi deschişi şi suri,
Dormind înaintează cântând din fluier stins.

                            Poezie reprodusă în: NN, 17. 11. 2022, preluată din volumul: Somnul din somn (1977).
Ana Blandiana: Poezii. Prefaţă de Eugen Simion. Notă biobibliografică de Elena Murgu, BPT, Editura Minerva, Bucureşti, 1989, p. 95.






În stil neolegionar:

Bogdan Munteanu, „Avram Iancu – lupta pentru libertate şi simboluri perene ale naţionalismului românesc”, în: Permanențe, anul XXV, Nr. 8-9, august-septembrie 2022, pp. 1-3.