18.04.2009

Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit

Ein virtueller Stammtisch?
Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in den elektronischen Foren rumänischer Internetpublikationen
Von Mihai Dinu Gheorghiu und William Totok - in Zusammenarbeit mit Elena-Irina Macovei und Simona-Gabriela Sînzianu


- Auszüge -

Das Internet ist auch ein virtueller Diskussionsraum, in dem zahlreiche Gedanken und Meinungen in Umlauf gesetzt werden. Die Diskussionsforen rumänischer Publikationen und die Blogs einiger Journalisten oder Politiker werden somit in ideale Räume eines regen Gedankenaustausches verwandelt. Dies führt andererseits zu einer Ausdehnung des öffentlichen Raums und Diskurses, schafft aber auch die Voraussetzungen zur Entfaltung eines öffentlichen Gegen-Diskurses, wobei die vielfältigen thematischen Meinungsäußerungen mitunter in groben Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und politischen Extremismus abgleiten. Eine Analyse dieses Prozesses, dieses „Phänomens", bietet die Möglichkeit, die in Umlauf gesetzten Ideen aufzuspüren und zu ergründen, um festzustellen, ob und wie sie den internen Diskurs der „Forumisten" beeinflussen und die Dynamik der Debatten intensivieren, die letztendlich den virtuellen öffentlichen Raum vergiften.
Aufgrund eines umfangreichen dokumentarischen Materials, das praktisch den Zeitraum 1996-2009 abdeckt, sollen hier bestimmte im Internet geäußerte Meinungen einer kritischen Analyse unterzogen werden, wobei es in erster Linie um die Ansichten der Leserschaft geht, die sich in den von Zeitungen und Blogs eingerichteten Internetforen oder - plattformen zu Wort melden, Diskussionen entfachen und an Debatten teilnehmen, die praktisch für jedermann einsehbar sind. Analysiert werden somit sowohl private Internetseiten als auch Foren (die ursprünglich dem Empfang und dem Veröffentlichen von elektronischen Leserbriefen dienten, die an diverse Zeitungen abgeschickt wurden) und Diskussionsplattformen (von You Tube, Wikipedia usw.), Newsgroups (beispielsweise: soc. culture romanian SCR); ebenso das Leserecho und die Meinungen auf Veröffentlichung eindeutig radikaler Internetpublikationen (wie AlterMedia ). Eine besondere Beachtung finden in diesem Zusammenhang die von den fast immer anonym Mitwirkenden benutzten Pseudonyme, deren politisches und intellektuelles Profil und nicht zuletzt die bevorzugten Themen ihrer ins Netz gestellten Beiträge. Demzufolge konnten elf regelmäßig wiederkehrende, thematische Stränge festgestellt werden, die sich unter folgenden Schlagzeilen zusammenfassen lassen: 1) Antisemitismus; 2) Rassismus (Antiziganismus); 3) Xenophobie (antiungarisch, -deutsch, -slawisch); 4) Sympathien für politischen Extremismus (Antonescu, Legionarismus, Nazismus usw.); 5) inadäquate Vergleiche (Kommunismus=Faschismus, Juden=Bolschewiken etc.), 6) Vorliebe für Kolportagen (Gerüchte u. ä.); 7) Verbreitung und Schaffung historischer und konspirologischer Mythen (Freimaurertum, Geheimbünde und -dienste usw.); 8) Innen- und Außenpolitik (Spielarten euroskeptischer, antiamerikanischer und antiwestlicher Einstellungen; autoritäre Vorlieben, Law and Order); 9) Kommunismus-Securitate; 10) religiöser Fundamentalismus (Rumänisch-orthodoxe Kirche, „religiöse Sekten") und 11) überspitzte Moralvorstellungen (Schwule, Angehörige der MISA , Sexualmoral, Antifeminismus, Machismos usw. ).
 Dieses thematisch aufgefächerte Spektrum lässt sich anhand unzähliger Beispiele veranschaulichen. Bezüglich der antisemitischen Kommentare wäre zu bemerken, dass viele davon das Ergebnis der - direkten oder indirekten - Lektüre einschlägiger rumänischer und internationaler Literatur sind.
Ein repräsentativer antisemitischer Leserkommentar stammt von einem Verfasser, der sich wie fast alle Diskussionsteilnehmer innerhalb der Internetforen hinter einem Pseudonym verbirgt. Unter dem Decknamen "Justiţiarul" (etwa: der Gerechte), schreibt er: „Halts Maul, du muslimischer Bankert, du hast kein Recht, das rumänische Volk zu beurteilen oder ihm einen Namen zu geben; hier, auf dem Boden dieses Volkes habt ihr Juden ungestört euer Unwesen getrieben; ihr seid ordinäre Biester und habt Jesus ohne Gewissensbisse zum Tode verurteilt, deshalb verstehe ich nicht, wieso ihr euch andauernd darüber aufregt, dass euch andere umgebracht haben. Lobt euch doch nicht unausgesetzt in den ebenfalls von euch geschriebenen Büchern, in denen ihr euch als das auserwählte Volk darstellt, wobei man nicht weiß, wer ein auserwähltes Volk ist oder nicht ist". 
Ein anderer Forumist vertritt die Meinung, die Juden „müssten des Landes verwiesen und allesamt in ihr Land fortgeschafft werden. Die Juden aller Länder müssten Beschränkungen unterworfen oder in spezialisierte Lager (nach dem Vorbild von Dachau) eingewiesen werden. Sie sollen sich zum Teufel scheren und uns in Ruhe lassen. Wenn diese Antonescu nicht vernichtet hätten, angeblich wegen Kriegsverbrechen, die notwendig waren, dann wären wir auf der Leiter der Entwicklung schon einige Stufen höher." 
Im Denken einiger Kommentatoren spielen die Juden die Rolle von Feinden der Rumänen: „Ich weiß nicht, ob diese Umfrage auf Landesebene repräsentativ ist, ich weiß aber, dass die Juden die Feinde der Rumänen und die Gottes sind.″ .
Ein weiterer Gedanke, der von vielen Forumisten wiederholt geäußert wird, beinhaltet den Vorwurf, die Juden seien Schuld an der Einführung des Kommunismus in Rumänien. „Der Jude bleibt ein JUDE, die Juden haben den KOMMUNISMUS erfunden". 
In dem zur Tageszeitung Gândul gehörenden Internetforum tauchte folgender beleidigender Kommentar auf, der außerdem auch noch Drohungen enthält: „Jude  bleibt Jude. Auch wenn er in Rumänien geboren wurde, sollten keine Lobesartikel auf Juden geschrieben werden, die einer stinkenden und geistig labilen Nation angehören. Schließlich wird ein Drittes Reich aufleben. In den 40-er Jahren hätte man mit den Juden und dem Rest aufräumen müssen, dann gäbe es heute auch keinerlei Schwierigkeiten. Jetzt regieren sie die Welt. Ich denke, Eichmann hatte Recht mit seiner Endlösung der Judenfrage". 
Das Klischee des Juden, der Schläfenlocken (Peies) trägt, taucht ebenso regelmäßig in den Beiträgen der Forumisten auf wie die übelsten Verleumdungen, Unterstellungen und Beschimpfungen: "Ich nehme an, sie haben euch gut für die Darstellung dieser Hut- und Schläfenlockenträger bezahlt. Diese Juden sind wie vom Teufel besessen, seit einer Woche erscheinen täglich nur Artikel über diese Juden". 
Auffallend sind einige Kommentare des Forumisten, der sich Andrada Tiparas nennt, die typisch für die beleidigende und gewalttätige Einbildungskraft zahlreicher Diskutanten ist:
„Würde ich mir die psychiatrischen Einrichtungen Rumäniens näher ansehen, dann würde ich den Goj Israels erblicken. Die Angehörigen des mosaischen Glaubens gehörten abgeschlachtet, auch wenn sie sich unter falschen und verzwitterten Namen tarnen". 
"Ihr habt das Aussehen psychisch Gestörter, die leicht zu erkennen sind. Ich besitze eine doppelte Medikamentendosis für geistig Verwirrte, soll ich davon kosten, um zu erblinden, damit ich die Verrückten, blind und hässlich geborenen Israels nicht mehr sehe. Ich sehe noch, der Emo ist ein nicht normaler Mensch, er kommt aus der Schachtel Israels, gefüllt mit menschlichen Gojm."  
"Ich würde sie jagen, Wesen um Wesen, Kind um Kind, um sie umzubringen. Ich fordere aber einen Prozess und Entschädigungen für 18 gestohlene und gequälte Jahre. Israel ist reich, weil es uns alle Dimensionen ausraubt, die Zeit, den Raum, das Schicksal, und die Welt öffentlich belügt."  
Den typischen antisemitischen Diskurs, bestehend aus einem breitgefächerten Spektrum von Schimpfwörtern, Unterstellungen und konspirologischen Kolportagen, verwendet ein anderer Diskutant der Zeitung Ziua: "Deine jüdischen Mitbrüder waren die größten Verbrecher aus der Geschichte der beiden Weltkriege, deine kapitalistischen Mitbrüder haben den kommunistischen Hochstapler Trotzki finanziert, damit dieser den militärischen Grundstein des Bolschewismus legt; zum Glück gab's den Georgier, der euch verbannt und in die von euch erfundenen Gulags eingewiesen hat. Deine Mitbrüder haben Hitler indirekt finanziert, indem sie in den 30-er Jahren in deutsche Firmen investierten". 
Repräsentativ für dieses Thema sind auch die Bildmontagen, die den Artikel „Die USA bieten Israel militärische Unterstützung an, um einen Krieg gegen den Iran zu führen"   illustrieren sowie eine antisemitische Karikatur aus der Zeitung Jurnalul Naţional vom 14.8. 2008.
Die Leugnung des Holocaust und die Lobhudeleien für Ion Antonescu sind zwei wiederkehrende Themen, die im Denken und den anonym geposteten Stellungnahmen der Forumisten zumeist gemeinsam auftauchen. Einer davon ist überzeugt, dass der Holocaust „aus 6 Millionen Lügen besteht". Denn „den Holocaust hat es nicht gegeben. Alles ist nur eine Lüge der Judenschweine". Seine Meinung stützt er auf eine regelrechte Verschwörungstheorie: „Seid nicht naiv und lässt euch nicht von den gesamten rumänischen Medien manipulieren, die vollständig unter der Kontrolle des Judentums stehen. Alle Parteien, auch jene von Vadim und Becali, werden vom Judentum und von den Freimaurern überwacht, eure Gedanken werden kontrolliert. Die Gehirnwäsche hat in Rumänien ein hohes Niveau erreicht." Seine Ausführungen beendet er mit offenkundigen Drohungen: „Juden, es wird euch an den Kragen gehen... die Hamas ist nur der Anfang. Heil Hitler!" 
Analysiert werden hier auch einige Kommentare, in denen mit dem Gedanken hantiert wird, der Holocaust sei für die Juden ein einträgliches Geschäft geworden: ″Die Industrie, das Geschäft mit dem Holocaustbusiness sind weiterhin gewinnbringend. 1940 waren es angeblich 750.000, nach dem Krieg, während dessen 350.000 ermordet wurden (an anderen Stellen ist von 400.000 die Rede, kein einziger mehr oder weniger), taucht heute bei den Volkszählungen die Zahl von fast einer Million auf! Ist das möglich!″ 
Ein Forumist vertritt in einem voller beleidigender und verunglimpfender Wendungen veröffentlichten Beitrag in der Zeitung Gândul die Meinung „dass die bolschewisierten Juden durchaus eine Strafe verdient haben. Während des Rückzugs der rumänischen Armee aus Bessarabien im Jahr 1940 hatten die Juden die rumänischen Soldaten angegriffen, sich deren Pferde angeeignet, indem sie von der Tatsache des Rückzugsbefehls profitierten und der Order, die ihnen nicht gestattete zu schießen. Die ein Jahr später erfolgte Reaktion war völlig normal und angemessen: die Vernichtung der jüdischen Pferdediebe, damit diese nie wieder unsere heilige rumänische Erde entweihen und ihre dicken, jüdischen Ärsche auf unsere rumänischen Gäule setzen! So lange auf dieser Erde Rumänen existieren, so lange wird es den Versuch geben, unseren Marschall zu rehabilitieren.″ 
Ausgehend von einem Vorschlag eines Ion Coja, meint ein weiterer Diskutant: „Mehrere angesehene rumänische Historiker haben eine wissenschaftliche Tagung angeregt, um anhand von Dokumenten eine mutmaßliche Mitschuld von Marschall Antonescu an der Verfolgung unserer jüdischen Mitbrüder zu diskutieren. Warum wohl wird ein so vernünftiger Vorschlag nicht umgesetzt?"  Aufgrund eines Übernahmemechanismus gewisser Ideen, erfreut sich einer großen Beliebtheit unter den Forumisten auch der von Paul Goma geprägte Begriff „Holocaustologe":
„Die eingeheimsten Gelder aufgrund dieser Lügen sind beträchtlich, die Gehälter und Zusatzgewinne der Holocaustologen sind mehrfach höher als das Einkommen eines Hochschullehreres oder eines Arztes aus Rumänien. Sie blieben ohne Arbeit, wenn sie die Wahrheit schrieben und verlören dann eine bequeme /wertvolle Einnahmequelle." 
In zahlreichen Meinungsäußerungen wird Ion Antonescu ausdrücklich als der „größte Rumäne" glorifiziert". Ein Forumist fügt seiner diesbezüglichen Meinung sofort auch seine fremdenfeindlichen und rassistischen Auffassungen hinzu: „Könnt ihr euch vorstellen, wie Rumänien ohne Zigeuner und andere mitwohnende Nationalitäten ausgesehen hätte? ...in dem die deutsche Mentalität, den balkanischen Geist ersetzt hätte. Antonescu unternahm den Versuch, dem rumänischen Volk Würde, Ordnung und Disziplin beizubringen.″  Ein ähnliche Meinung vertritt ein weiterer Diskussionsteilnehmer: „Es lebe Ion Antonescu, der große Märtyrer des rumänischen Volkes und aller Rumänen, Tod den Kommunisten, den Henkern, die ihn entehren!" 
Ein anderer Kommentator bezeichnet Antonescu „als den größten rumänischen Patrioten aller Zeiten, was auch Historiker und vor allem jene, die ihn verkauft haben, bestätigen, falls sie nicht tot sind. Besonders König Michael von Hohenzollern könnte dies tun, wenn er den Mut hätte, ein solches Risiko einzugehen, denn er war es, der ihn an die Russen verkauft hat; gerade er ist der am besten beschützte und mit Beifall bedachte Mensch Rumäniens".  Die Glorifizierung Antonescus als großer Held des rumänischen Volkes wird auch in einem auf You Tube geposteten Song („Erou" - Der Held) der Rockgruppe Voltaj betrieben:
„Kreuze und Gräber, Erinnerungen,/ Goldene Worte geschleudert in Schlamm,/ Siehe Marschall, dein Geist / Überlebte die Zeiten und ist an unserer Seite./ Die Nächte in Schützengräben, schmutziges Verkrampfen,/ Leben gestoßen ins Nichts, /Der Feind ist nahe und will töten,/Die Erde, die uns zugewiesen ist/".
Ähnliche Gedanken enthält auch das ins Internet gestellte Lied von Maria Gheorghiu, "Bocetul lui Ioan cel fără de mormânt" (Klagelied des Ion ohne Grab):
„Fremde Armeen kamen wie die Nacht der Nächte,/ Unsere Toten haben sie aus den Gräbern entfernt und unsere heiligen Kirchen zerstört / Danach haben sie uns um ein Jahrhundert zurückgeworfen./ Und auf dich, lieber Ion, ließen sie den Schergen schießen./ Ohne Furcht bist du gestorben und sahst ihnen in die Augen./ Keine vorausgesagte Tat, eine geächtete Geschichte / Hat uns Wahrheit versprochen von dem Dnjestr bis zur Theiss."
In dieser Studie sollen auch einige Beispiele für politischen Extremismus angeführt und ebenso die in den Internetforen eingesetzten Verbreitungsmechanismen derartiger Gedanken beschrieben werden. In einem dieser Diskussionsplattformen zu einem in der Tageszeitung Ziua veröffentlichten Artikel tummeln sich zahlreiche, hinter diversen Pseudonymen versteckte Neolegionäre. „Es ist völlig normal, dass sich die Verfechter des Globalismus gestört fühlen, wenn ihnen rechtgläubige Orthodoxe in diesen bevorstehenden schweren Zeiten den einzigen Weg zur Vermeidung der Apostasie aufzeigen. Die Warnung von Pater Iustin Pârvu besagt, die kommenden Verfolgungen würden gewaltiger sein als in den Zeiten des Kommunismus." 
Ein weiterer Text enthält Legionärspropaganda in Reinkultur, deutlich formuliert und sorgfältig durchdacht: „Die im Geiste des Hauptmanns aufgewachsene Generation begann ihren Kampf mit dem Willen zur totalen Selbstaufopferung. […] Das Kennzeichnende an der Legionärsbewegung war, wie es Puiu Gărcineanu ausdrückte, ihre »religiöse Struktur«. […] Die Legionärsdoktrin kann der Existenzphilosophie zugerechnet werden, aber sie ist eine Sonderabzweigung wie man sie bei keinem anderen ihrer Vertreter vorfindet, weil sie sich auf die Essenz der Existenz stützt." 
Auch die verschiedenen auf You Tube geposteten Videoclips üben eine mobilisierende Wirkung auf diese Kategorie von Kommentatoren aus, die in den ihnen zur Verfügung stehenden Foren ihre Ideen verbreiten: „Die wahren Nationalisten werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen und ihr Leben für das Land opfern." 
Bezeichnend ist auch eine Internetseite von Anhängern der Organisation „Neue Rechte", die unter dem Namen "Rezistenţa naţionalistă" (Nationalistischer Widerstand) auftritt. Hier kann beispielsweise der Song "Căpitanul" (Der Hauptmann), ein Stück der Gruppe Brigada de asalt, sowie die Meinungen der Besucher abgerufen werden. Unter dem Titel „Hommage für einen unvergleichlichen Dichter: Mihai Eminescu" postet der „Nationalistische Widerstand" u.a. auch ein Lied, das in dem von Adrian Păunescu geleiteten, ehemaligen Flacăra-Kreis in Umlauf gesetzt worden war: "Dor de Eminescu" (Sehnsucht nach Eminescu). Der anonyme Autor der Seite „Nationalistischer Widerstand" stellt sich im Netz mit folgendem aufhetzenden Text vor: „Wir aus dem WIDERSTAND empfehlen Ihnen ein sündenfreies Leben, ohne Homosexualität und Abtreibungen. Wir  bieten Ihnen ebenfalls ein nationalistisches Rumänien an, um die christlichen und traditionellen Werte zu beschützen, ein Land ohne Emigranten, die den Rumänen ihre Arbeitsstellen wegnehmen. Wir kämpfen für ein von der EU unabhängiges Land, ohne eine NATO, die unsere Mitbürger als Kanonenfutter und Söldner im Irak, in Afghanistan, im Kosovo und im Tschad missbraucht. Unterstützt die rumänische Armee, kämpft für die Heimkehr der Soldaten von den Kriegsschauplätzen. Die beleidigenden Stellungnahmen werden gelöscht, ebenso jene von Juden, Antifaschisten, Kommunisten und Gegnern der Dako-Rumänen. Ich bin orthodox und ein Nachfahre der braven Daker und Römer."
Die Weltanschauung des Blogs „Mişcarea de rezistenţă"(Widerstandsbewegung), heruntergeladen am 13.9. 2008, lässt sich bereits an deren Startseite ablesen. Hier wird das Hakenkreuz mit dem NATO-Symbol gleichgesetzt.
Dasselbe gilt auch für den Blog der Organisation Noua Dreaptă (Neue Rechte) - heruntergeladen am 14.9. 2008 -,  auf dem das Keltenkreuz (als gemeinsames Symbol rechtsradikaler Gruppierungen) auftaucht.
Repräsentativ für den Einfluss, den internationale rechtsradikale Gruppierungen auf ihre rumänischen Sympathisanten ausüben, ist ein Avatar (ein grafischer Stellvertreter einer echten Person in der virtuellen Welt) eines Diskutanten, der sich Phosphorus nennt und in Diskussionsforen des Internets statt seines eigenen Benutzerbildes die germanische Lebensrune benutzt.
In diesem Zusammenhang sollen auch zwei Arbeiten des Künstlers Sorin Tara erwähnt werden, in denen er ähnliche Symbole einsetzt. Eine Einladung zu einer Ausstellung in Sibiu/Hermannstadt, die unter dem Titel des Naziprojekts zur Judenvernichtung, „Endlösung", stattfand, unterzeichnete er mit dem Hakenkreuz. Auf dem zweiten Bild von Tara steht der provokatorische Frage: „Sind tatsächlich 6 Millionen Juden verreckt?"
Ebenfalls auf You Tube gepostet (heruntergeladen am 27. 7. 2006) wurde der Song der rechtsgerichteten Musikgruppe Comandorul Hoisan, "Echipa morţii" (Der Todestrupp). Dieser besteht aus einer Montage, in die die einzig erhalten gebliebene Aufnahme der Stimme Codreanus eingearbeitet wurde.
Rassistische Verunglimpfungen sind in den Meinungsäußerungen der Forumisten enthalten, die oft zu Drohungen, zu vulgären und beleidigenden verbalen Ausfällen ausarten. Ein Leser der Zeitung Adevărul erklärte beispielsweise: „Ich bin nicht für die Ausrottung, sondern für ihren Umzug in ein festgesetztes Gebiet. Sie sollen das essen, was sie erarbeiten. Die Region können sie verlassen, wenn sie zivilisiert sind. Wenn sie sich, in die Freiheit entlassen, der Integration widersetzen, sollen sie wieder zurück in jene kontrollierte Zone. Einem Zigeunerland. Dort können sie singen, schreien und sich gegenseitig umbringen. Wie sähe die Welt ohne Zigeuner aus? Ein halbes Paradies."  Ein weiterer Forumist vergleicht die Roma mit Ratten: „Ich freue mich sehr, dass ein dreckiger Zigeuner ermordet wurde. Ratten lösen bei allen nur Abscheu aus, so auch Zigeuner. Die Zigeuner sind gebildet, wohlerzogen, gewaschen, parfümiert - mögen wir doch ernst bleiben, so etwas klingt einfach peinlich." Danach schreibt er: „Hier ist nicht die Rede von Rassismus, sondern von Ästhetik. Jene Frau müsste eine Auszeichnung für ihre Tat erhalten." 
Viele Forumisten sind der Meinung, die Zigeuner sollten „zurück nach Indien geschickt werden, von wo sie gekommen sind, dort können sie sich dann austoben, denn in Rumänien werden sie nie und nimmer den Kult des Gesetzes erlernen, den der Ehre, der Würde und des sozialen Respekts".  Wenn es um die Romabevölkerung geht werden oftmals Verunglimpfungen eingesetzt, wie aus dem nächsten Beispiel hervorgeht, in dem die Roma als „Schlitzohren" beschimpft werden: „Ich kann diese Schlitzohren nicht mehr ertragen, die unser Image als Rumänen überall in der Welt besudelt haben".  Auch hier werden einfache „Lösungen" übernommen und ausgebreitet: „Es ist ganz einfach, so wie bei Becali, pack-pack ins Gefängnis. Was hatten sie dort zu suchen?"
Folgendes Beispiel ist typisch für Intoleranz und das Eintreten für repressive Maßnahmen (die an die Tradition des Faschismus erinnern: Deportationen, Einlieferungen in Ghettos, Umerziehung von Personen, die einer bestimmten Volksgruppe angehören): „Errichtet ein großes Gehege, das von einem mit Strom geladenen Zaun umgeben ist, damit sie nicht ausbrechen können, lasst sie nur dann raus, nachdem sie gelernt haben, sich zu waschen und sich wie Menschen zu benehmen. Während ihrer Unterbringung müssen sie arbeiten, ihre eigene Nahrung produzieren, Lehrer geben ihnen Unterricht usw. Es wird auch exemplarische Strafen für jene geben, die sich nicht in die menschliche Gemeinschaft integrieren wollen. Sie sollte man verhungern lassen. Andere Methoden gibt es nicht. Ansonsten könnt ihr ihnen Villen mit Türmchen erbauen und ein Klo hinter der Villa." 
Bezeichnend für die Haltung den Roma gegenüber sind die Bilder auf der Internetseite frontpress, die mit einem Pressekommuniqué der Neuen Rechten (Filiale Temeswar) verlinkt sind, in dem für die Beteiligung an einer Demonstration gegen die „Temeswarer Mafia" aufgerufen wurde, die im Grunde nichts anderes als eine Anti-Roma-Demonstration war.
Einige Verse des Liedes "Mesaj pentru Europa" (Botschaft für Europa) der Gruppe Paraziţii enthält desgleichen Verunglimpfungen der Roma: „Wir sind keine Raben/ Wir leben nicht in Zelten/ Wir bemühen uns/ Uns weiterzuentwickeln/ Wir spielen nicht auf den Straßen Wiens/ Auf dem Akkordeon/ Wir betteln nicht und täuschen eine Behinderung vor/ Um uns auf diese Weise zu bereichern/ Wie lesen keinem die Zukunft aus der Hand/ in Straßengräben/ Wir tragen keine geblümten Röcke/ Sind keine Taschendiebe/ Wir emigrieren nicht nach Schweden mit 7 Kindern und fordern Unterstützung/ Ihr beschuldigt uns in Berlin und Pamplona/ Das ist zum Kotzen/ Ihr werdet keinen Rumänen in Rom in einem Wohnwagen finden". 
Ebenso drastische Kommentare erscheinen auch bezüglich der Homosexuellen: "Ihr Hinterlader seid die Schande der Nation, der Abschaum eurer Eltern und der menschlichen Gesellschaft. Ihr steht unter den Tieren, auch wenn man davon ausgeht, dass ihr denken könnt. Davon kann man nur ausgehen, ihr Verteufelten!"  Ein weiterer Leser des Artikels fährt fort: "Die Schwulen behaupten, ihre Orientierung sei genetisch bedingt und aus diesem Grund träfe sie keine Schuld. Wenn dem so ist, wird man in Zukunft derartige genetische Defekte vor der Geburt feststellen können und die Betroffenen könne man dann abtreiben. So kann man sie aus der Welt schaffen. Eine moderne und demokratische Endlösung!"  In der gleichen Zeitung, Gândul, erhält ein zum gleichen Thema verfasster Beitrag eine konspirologische Ausrichtung: "Die Freimaurer und Juden unterstützen die Homosexuellen, um die demographische Entwicklung im Auge zu behalten. Sie unterstützen sie finanziell und logistisch. Es kann Schwule geben, aber sie mögen die Mehrheit in Ruhe lassen. Man kann die Mehrheit nicht zwingen, sich einer anzüglichen und scheinheiligen Minderheit zu unterwerfen. Die schmutzigen öffentlichen Auftritte der Homosexuellen werden vom teuflischen Oberfreimaurer Daniel [d.i. der Patriarch der Rumänisch-Orthodoxen Kirche - Anm. d. V.] unterstützt, von dem man weiß, dass er Mitglied der Großloge der sozialistischen und kommunistischen Republik Rumänien ist (warum sie so genannt wird, weiß ich nicht, er ist bloß 150 Zentimeter groß)." . Unter dem Titel "Vielleicht wäre es gut...", unterbreitet ein anderer Leser einen weiteren „Lösungsvorschlag", wobei er sich auch einiger Schimpfwörter bedient: „Es wäre vielleicht gut, wenn diese Leute ihre Homosexualität hinter ihren vier Wänden ausleben und sich nicht wie die Läuse an die Öffentlichkeit wagen würden (...)." . In der Vorstellungswelt einiger Forumisten werden „Zigeuner und Schwule" gleichgesetzt und als eine Einheit bezeichnet, „die in der Abfallgrube der Menschheit einen Ehrenplatz einnimmt". 
Angestachelt von der Dynamik solcher Diskussionen vermischen einige Forumisten - absichtlich oder nicht - bestimmte inadäquate Begriffe oder stellen sie nebeneinander. So beispielsweise verwendet ein Forumist den Begriff „nazi-kommunistisch" und schreibt: "Glaubt ihr denn auch nach 60 Jahren kommunistischer Okkupation an das Geschwafel der größten nazi-kommunistischen Verbrecher?"   Alle Kommunisten sind, in der Auffassung dieses Verfassers von elektronischen Leserkommentaren, nichts anderes als Nazis: "Alle Verbrechen gegen Rumänien, die Verwandlung des Landes in ein gewaltiges Lager der Entmenschlichung - entworfen  während der Fünfjahrespläne Ceauşescus -, die bestialischen Verbrechen in den kommunistischen Gefängnissen, die in typischer Gestapomanier durchgeführte Jagd der in den Bergen verschanzten antikommunistischen Kämpfer, die Ermordung ungeborener Kinder in lagerähnlichen Krankenhäusern und Kindertagesstätten, die Ermordung der Rumänen durch Hunger und Kälte sind Beweise dafür, dass der Kommunismus in Rumänien nazistischen Typs war und dass alle Kommunisten und ihr Exterminierungswerkzeug, die Securitate, Nazis sind. Diese alten Feinde Rumäniens befinden sich nach wie vor an der Macht und kontrollieren alles im Land und in der EU. Der einzige Unterschied zwischen dem rumänischen Kommunismus und dem Nazismus besteht darin, dass der Kommunismus nicht zerfallen ist und dass die Kommunisten nicht wie die Nazis verurteilt wurden - die Archive der Securitate und der RKP bleiben für die Menschen verschlossen."  Ausgehend von dem gleichen Artikel aus der Zeitung Evenimentul Zilei, behauptet ein Leser: "Jene, die die Ideologie des Faschismus entworfen haben sind fast aus dem gleichen Holz geschnitzt wie jene, die die Ideologie des kommunistischen Stalinismus geschaffen haben."
Auffallend an den Stellungnahmen ist, dass unabhängig vom Thema oder dem Inhalt eines Artikels, sich immer wieder auch die nationalistischen Phobien bemerkbar machen. Als Argumentationskrücken werden bewusst oder unbewusst historische Unwahrheiten eingesetzt, allerdings oft auch in der Absicht die Leser zu desinformieren oder in die Irre zu führen. Des Amalgamierens bestimmter Vorgänge bedienen sich mitunter auch Journalisten oder Historiker, um ihre fragwürdigen Argumentationen zu untermauern und ohne beweiskräftiges, nachprüfbares Archivmaterial der Öffentlichkeit aufzutafeln. Diese Methode wird auch von zahlreichen Forumisten nachgeahmt. Oft stützen sie sich einfach auf ihr Gedächtnis, auf die oberflächliche Lektüre von Schriften oder einfach auf zweifelhafte, im Internet entdeckte Quellen. Im folgenden Beispiel wird der Nachfolger von Gheorghiu-Dej als der Befreier der politischen Häftlinge dargestellt, obwohl bekanntlich die Begnadigung der Gefangenen ein Jahr vor dem Machtantritt Ceauşescus stattgefunden hat. Ein Forumist, der sich seiner antirussischen Vorurteile nicht enthalten kann, gebraucht in seinen Äußerungen auch eines jener Stereotypen, wonach die Verräter auf den sowjetischen Panzern in Rumänien eingezogen seien ("wie Gogu Rădulescu, der auf den sowjetischen Panzer aus Kasachstan gekommen ist"). Obwohl die Legionäre mit den Ereignissen im Jahr 1968 nichts zu tun hatten, bedient sich en Forumist des Themas, um eine Liste der „Crème der rumänischen Kultur" zu erstellen, („Nae Ionescu, Eliade, Cioran, Voiculescu, Gafencu, Panait Istrati und sogar Iorga"), die einer anderen Liste entgegengesetzt wird und die sich auf jene bezieht, die „im Ausland waren" und „uns verraten haben": „Ceauşescu war es gewesen. Er kam an die Macht als Reformer und entließ fast alle aus den politischen Gefängnissen. Manche haben auch Verpflichtungserklärungen unterzeichnet usw. usf. Manche hatten sich aber auch geweigert und verzichteten auf eine Amnestie, das waren insbesondere die Legionäre, die dort ihr Leben ließen. Niemand spricht von ihnen, weil sich dies heute nicht schickt. Mit Hilfe der Legionäre nimmt Rumänien die heißen Kastanien aus dem Feuer. Wenn irgend etwas Böses geschieht, werden sofort die Legionäre beschuldigt. Nur wenige kennen die Wahrheit und es ist unwahrscheinlich, sie im vollen Umfang jemals zu kennen, aber wir wissen, dass ein Nae Ionescu, ein Eliade, ein Cioran, ein Voiculescu, ein Gafencu, ein Panait Istrati und sogar Iorga in der ersten Phase die Crème der rumänischen Kultur waren und etwas für ihr Volk getan haben. Hätte China Ceauşescu nicht tatkräftig unterstützt, dann wären wir mit Sicherheit überwältig worden und hätten keine einzige Kugel abfeuern können. Es gab genügen Verräter in der damaligen Regierung, ein Gogu Rădulescu, der auf den sowjetischen Panzern aus Kasachstan kam, aber auch weitere, unbekannte Verräter. Der Schlüssel war China. […] Aber die im Ausland waren, haben uns verraten. 
Der Mythos der rumänischen Wunderwaffe stammt aus der Zeit des Nationalkommunismus und wurde durch Gerüchte verbreitet, die zu den Thesen des Protochronismus passten, also zu jener Doktrin, die auf der Behauptung von der Höherwertigkeit der rumänischen Kultur und Zivilisation - im Vergleich zur restlichen Welt - fußte. Der Einklang zwischen der nationalistischen Politik des Ceauşescu-Regimes und dem Komplex der belagerten Festung, der in den pseudowissenschaftlichen Thesen gipfelte, Rumänien habe den Westen vor der Invasion der osmanischen Horden bewahrt und somit das abendländische Christentum von der musulmanischen Aggression beschützt, überlebte und ist unter vielerlei Formen auch in den Stellungnahmen zahlreicher Forumisten zu finden. Diesem Interpretationsmuster entspricht auch der Mythos von der Wunderwaffe, über die angeblich die rumänische Armee verfügt haben sollen, wie ein Forumist in der Zeitung Evenimentul Zilei in einem Beitrag zu einem Artikel über den Einmarsch in der Tschechoslowakei 1968 schreibt. Die geheimnisvolle Wunderwaffe soll das Eindringen der sowjetischen Armee in Nordrumänien, in der Nähe der Stadt Satu Mare /Sathmar, verhindert haben, nachdem die Truppen bereits auf das Landesterritorium vorgedrungen waren. Damals, schreibt der Forumist, ohne seine Informationsquellen für diese, nicht einmal den Berufskonspirologen bekannten unerhörten Vorgänge preiszugeben, haben „die Russen (die ein anderer Forumist als „asiatischen Abfall" bezeichnet) klein beigegeben und es kam nur zu einem Gerangel": „Die russische Panzerarmee und die Infanterie überschritten die nord-östliche Grenze Rumäniens, oberhalb von Sathmar, machten einen Abstecher, wie man so schön sagt, auf dem Weg in die Tschechoslowakei `68... Die rumänische Armee antwortete offenbar mit dem Laser, die Russen jedoch haben klein beigegeben und es kam nur zu einem Gerangel."  Der Mythos der Geheimwaffe taucht in einer weiteren Stellungnahme auf, in der es heißt: „Wir waren etwa zehn Leute, wir hatten heiße Diskussionen, es gab Verwünschungen gegen die Sowjets und die Hoffnung, sie an der nördlichen Moldaugrenze mit dem Laser aufzuhalten."  Ein weiterer Forumist verwechselt die im April 1964 verbreitete (Unabhängigkeits-) Erklärung mit dem 1958 erfolgten Rückzug der sowjetischen Truppen und schreibt: „Die damalige Haltung Ceauşescus ist mit der eines Menschen vergleichbar, dem man einen Strick um den Hals gelegt hat. Er hat sich geschützt (indirekt auch Rumänien), weil nach der mutigen Handlung eines Dej aus dem Jahr 1964 oder `65, als dieser die Russen aus dem Land verjagte und viele wegen ihrer Untaten öffentlich anprangerte (wofür er mit dem Leben bezahlte), kam die Reihe an Ceauşescu - mit Dubcek war ja alles schon klar."
In dieser Studie soll auch ein weiterer Typus von Kolportagen dargestellt werden, und zwar der konspirologische. Die Forumisten entwerfen immer wieder verschwörungstheoretische Szenarien: „Habt ihr gesehen, was man schon wieder erreicht hat? Eine gewisse Sorte der Freimaurer, die aus dem Stamm der Schwulen und der Zigeuner, gehen nun weltweit vor". „In 50 Jahren wird es mehr Zigeuner als Rumänen geben (wobei Letztere programmatisch ausgelöscht werden), usw. usf."  „Iuliana" ist der Meinung, „die Geschichte sei während des Kommunismus von den Kommunisten gefälscht worden, jetzt wird sie von den okkulten Kräften der Welt gefälscht. Rumänen, ich befehle euch: Haltet den Kopf hoch und lasst euch nicht von den Interessen der Jungs beeindrucken, die die Nationen demütigen wollen!"  „Die Herren Juden", heißt es an einer anderen Stelle, „wollen Rumänien in ein europäisches Israel verwandeln, in der Absicht, Europa endgültig zu erobern und in eine Art Gazastreifen umzugestalten....″  Ein anderer Forumist, der einen in der Zeitung Ziua veröffentlichten Artikel kommentiert, in dem von einem rechtsextremistischen Angriff auf Rumänienungarn berichtet wird, schlussfolgert: „Richtig so. Wir brauchen kein Kosovo, hier in Rumänien.″
Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dem Stil und der Sprache dieser Textbotschaften. Viele öffentliche Personen (Journalisten, Politiker, Intellektuelle) werden mit Tieren verglichen. Solche Tiervergleiche gehören zum exzessiven Standardrepertoire der Wochenschrift România Mare, um Gegner herabzuwürdigen und der Lächerlichkeit preiszugeben, wie dies aus folgenden Beispielen hervorgeht:"diese nackte Krähe, namens S.R. Stănescu" ; „P. E. Goma ist ein Schwein, das eines gesegneten Tages krepieren wird, aus seinen stinkenden Eingeweiden werden dann nur Reißnägel hervorquellen, Nacktschnecken und Saft aus Bordeaux" ; "Mădălin Voicu ist ein Stier und müsste von einem auf Rinderwahnsinn spezialisierten Tierarzt untersucht werden" ; „Habt ihr gesehen, wie dumm dieser ist? Alex. Ştefănescu ist der erste Elefant, der sich in einen Ochsen verwandelt hat";  „Nun ist auch der kleine, mit Schmirgelpapier geputzte, saucenweiche Kopf des Gespenstes Radu Ioanid aufgetaucht. Seine Backen sind, wie man sehen kann, größer als seine Stirn, was drauf schließen lässt, dass dieser Gauner mehr isst als denkt. Dieser Schweinskopf in Aspik ist allerdings noch nie in einem Gefängnis gesehen worden, [...] dieser Hochstapler, der sich als großer Holocaustologe ausgibt, [...] diese gehäutete Wurst, die sich Radu Ioanid nennt (ich würde ihm Karbid in den Arsch schütten, damit er sich den Kopf an die Wand schlägt!)" 
Das Modell România Mare hat unter den Forumisten Schule gemacht: „Es sind also Leute wie Gherman, Cartianu, die das Spiel Ungarns treiben. Sie sollen nach Ungarn auswandern, dort werden sie dann alle Schwierigkeiten Rumäniens loshaben. Und wir werden endlich die revisionistischen Maulwürfe loshaben". 
Stilistisch pendeln die Meinungen zwischen entschlossener Drastik und böser Vulgäridiomatik. Hier einige Beispiele für:
Beleidigungen: "Herr Dragoş, Sie sind nicht nur ein Tier, sondern auch ein Idiot. Ich werde es Ihnen erklären (obwohl es mir schwerfällt zu glauben, dass Sie dies wegen Ihrer Dummheit, die Sie bewiesen haben, verstehen können), warum diese »Drecksäcke« vernichtet wurden, dies geschah u.a., weil sie neidischer sind als andere, aufgeweckter und sich deshalb geradezu anbieten (dafür beispielsweise brauchbarer sind als du, dessen stinkendes Maul man bis hierher riechen kann).  Wenn du dich damit brüstest, zu jenen zu gehören, die behaupten, die Rumänen hätten Juden abgeschlachtet, versuchst du nichts Anderes, als zu beweisen, dass die Rumänen ein kriminelles Volk seien." 
Rüpelhafte Bemerkungen: „An Patapievici & Co.: ich setzte euch in Kenntnis, dass ich täglich eine große Menge an Urin produziere und bin bereit, ihn euch anzubieten. Ich empfehle ihn morgens, auf leeren Magen zu nehmen, mit einem Teelöffel Honig..." 
Vulgäre, polemische, aggressive und grobe Bemerkungen: „Auch in Rumänien und in Europa oder in der ganzen Welt, wo sie sich wie ein nicht entfernbarer Virus eingenistet haben, richtet die Maschinengewehr auf sie, Brüder erschießt sie alle, bis auf den Letzten!″  
Drohungen, Einschüchterungen, ultimative Warnungen: "Wollt ihr unbedingt die Mehrheit provozieren, damit sie euch wie während des Zweiten Weltkrieges in Konzentrationslagern vernichten?" 
Gewalt- und Hassphantasien: ″Brüder, wenn der Dritte Weltkrieg ausbricht, werfen wir sie alle in den Plattensee und verwandeln den Tümpel in ihr Massengrab, ein »hungarocaust«.″ 
Eine wichtige Rolle bei der Vermittlung und Verbreitung dieser Meinungen und Ideen spielen auch die gewählten Tarnnamen (Pseudonyme). Sie enthalten mitunter Reizwörter, die Aufmerksamkeit erregen sollen. Die Forumisten wählen sich Namen wie: Kartouche ; Kogaion , Saddam Hussein , Avram Iancu , MarshalAntonescu , neamţu ţiganu , Paraipan , Decebal , Goebbels , Heinrich Himmler , Dr. Mengele  , Petrache Lupu .
Viele derjenigen, die ihre Meinung in den diversen Internetforen kundtun, neigen dazu eine Terminologie zu verwenden, die im Widerspruch zu dem steht, was unter „politischer Korrektheit" zu verstehen ist. Gleichzeitig wird die „politically correctness" verhöhnt, entweder um zu provozieren oder um weitere Gesinnungsgenossen zu mobilisieren. Das Internet ist ein Medium, das eine gewisse Anonymität garantiert und zugleich eine Explosion der „Gewaltphantasien" (Ruxandra Cesereanu) begünstigt, wobei bestimmte drastische Beispiele aus Politik und Kultur von den Forumisten direkt oder indirekt nachgeahmt werden. Einige der Forumisten verwandeln sich somit in bewusste oder unbewusste Multiplikatoren bestimmter Themen und Ideen, die aus den Massenmedien, dem Internet oder den einschlägigen Publikationen übernommen werden. Die Erläuterungen der Forumisten spiegeln zumeist ein dichotomisches Denken wider. Eine unübersehbare Tendenz zur Vereinfachung dominiert deren Diskurs, der oft darauf hinausläuft, die Höherwertigkeit der Rumänen hervorzuheben im Gegensatz zur Minderwertigkeit der übrigen Welt, was auf eine Art postkommunistischen Protochronismus schließen lässt. In diesem Zusammenhang kommen gewisse nationale Komplexe (z.B. der Komplex der belagerten Festung) zum Ausdruck; die Glorifizierung der Vergangenheit im Stile der romantischen Verklärung des 19. Jahrhunderts verwandelt sich in einen, man könnte sagen, Kult der Ruinen. Der Antrieb für solche Meinungen liefert einerseits der Hang zu einer manischen Besserwisserei und Selbstgefälligkeit, andererseits stecken dahinter oft aber auch bewusste Propagandaabsichten.
Wegen der Zunahme rassistischer Meinungsäußerungen und der exzessiven Benutzung von unflätigen Schmähungen kündigten mehrere rumänische Zeitungen an, die Lesermeinungen vor einer eventuellen Veröffentlichung durch einen Moderator durchleuchten zu lassen, d.h. eine Art Zensur einzuführen, die erst nach einer inhaltlichen Überprüfung, die Beiträge zum Publizieren freigibt. Die Tageszeitung România liberă stellte dementsprechend folgende Bekanntmachung ins Netz: „Liebe Forumisten, wir bedanken uns bei euch für eure täglichen Kommentare und auch dafür, dass ihr uns lest. Ab heute [dem 19.2. 2008 - Anm. d. V.] werden, auf Anordnung der Leitung unseres Blattes, die Kommentare moderiert und zwar weil die diskriminierenden, rassistischen, fremdenfeindlichen Äußerungen zugenommen haben, ebenso die gegenseitigen Beschimpfungen der Forumisten und die Beleidigungen der Artikelverfasser etc. Moderieren heißt, dass eure Stellungnahmen vor ihrer Veröffentlichung im Netz überprüft werden. Aus diesem Grund kann es bis zur Veröffentlichung der Beiträge zu Verzögerungen kommen. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Sie können jedoch sicher sein, dass alle Beiträge, die sich sachgerecht auf ein Thema eines Artikels beziehen, auch weiterhin unzensiert erscheinen. Die Beleidigungen, die eingeschleuste Werbung und die Streitigkeiten unter den Forumisten werden somit beaufsichtigt. Wir empfehlen Ihnen diesbezüglich die Leitlinien bezüglich der Kommentare auf den Internetseiten und dem Forum zu lesen:
http:// www. romanialibera.ro/p/termeni.html. Wir bedanken uns und entschuldigen uns bei Ihnen wegen der Unannehmlichkeiten! "
 Zum Mechanismus des Meinungsaustausches im Internet wäre schlussfolgernd zu bemerken, dass dieser sich ab 1994-95 in drei Etappen entwickelt hat. Zuerst machte sich eine bestimmte Dynamik von überholten Gedanken bemerkbar, die in der vorangegangenen Zeitspanne entwickelt worden waren und durch die Massenmedien (in Druckschriften und dann im Internet) in Umlauf gesetzt wurden. Diese wurden von den Forumisten übernommen und dienten der Verbreitung alt-neuer Vorurteile, Klischees und Stereotypen. Deren ungezügelte Verwendung und Verbreitung führte letztendlich zu einer wahren Explosion von fremdenfeindlichen, antisemitischen, rassistischen sowie extremistischen und ultranationalistischen Meinungen.
Anmerkung: Dieser Text basiert auf einer Powerpoint-Präsentation von Irina Macovei und wurde für ein größeres Untersuchungsprojekt erstellt.
An einigen der zitierten Textbeispiele wurden stillschweigend stilistische und (in der rumänischen Version) orthografische Änderungen vorgenommen, um sie auf diese Weise verständlicher zu machen.
Die Fußnoten wurden hier weggelassen, auch die Illustrationen. Sie sind in der gedruckten Fassung, die in der Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte, Literatur und Politik, Heft 1, 2009, erschienen ist, enthalten. Ebenso in der vollständigen rumänischen Fassung, die in der vom Nationalen Institut zur Erforschung des Holocaust in Rumänien „Elie Wiesel“ herausgegebenen Publikation, „Holocaust. Studii şi cercetări", Vol. 1, Nr. 2, 2009, S. 139-155.

08.04.2009

Aufruhr in der Republik Moldau


Bilder aus Kishinew vom 7. April 2009





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17.04.2009

Demographische Zerreißprobe?


Unruhen am Rande Europas
Die Republik Moldau steht vor einer demographischen Zerreißprobe, nachdem Bukarest beschlossen hat, den Moldauern die rumänische Staatsbürgerschaft anzubieten

William Totok

Die Regierung in Bukarest hat in einer Dringlichkeitssitzung beschlossen, die Einbürgerung für Bewohner der Republik Moldau zu erleichtern. Das hatte zuvor der rumänische Präsident Traian Basescu in einer Rede vor dem Parlament in Bukarest angekündigt.
Mehr als eine halbe Million Moldauer, sollen in den letzten Jahren Anträge auf die rumänische Staatsbürgerschaft gestellt haben.
Der Regierungsbeschluss sieht vor, dass alle Moldauer sowie deren Nachkommen bis zur 3. Generation, die vor 1945 die rumänische Staatsbürgerschaft hatten, diese auf Wunsch wieder erlangen können. Gleichzeitig, heißt es weiter, dürfen sie auch weiterhin ihr alte - moldauische - Staatsbürgerschaft behalten und können ihren Wohnsitz frei festlegen, d.h. auch nach Rumänien umsiedeln.
Die Muttersprache von mehr als der Hälfte der 3,3 Millionen Einwohner der Moldau ist Rumänisch. Die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Sowjetrepublik Moldawien setzte sich aus der östlichen rumänischen Provinz Bessarabien und Transnistrien zusammen. Das zwischen der Moldau und der Ukraine liegende Transnistrien, wo eine slawischsprachige Mehrheit lebt, hatte sich Mitte der 1990-er Jahre zum selbständigen Staat erklärt, der völkerrechtlich jedoch nicht anerkannt wurde. Die Abspaltung Transnistriens von der Moldau wurde als eine Gegenmaßnahe zu den Wiedervereinigungsbestrebungen mit Rumänien begründet.
Nachdem die frühere Sowjetrepublik Moldawien 1991 ein unabhängiger Staat wurde, versuchten tatsächlich moldau-rumänische Nationalisten die Vereinigung mit Rumänien zu forcieren. Die Folge davon war ein zweijähriger Bürgerkrieg, in dem Russland die transnistrischen Separatisten strategisch und militärisch unterstützte. Dieser bis heute schwelende Konflikt bestimmt nach wie vor das politische Leben in der Moldau und ist außerdem eine der Hauptursachen, für die gewalttätigen Demonstrationen der letzten Tage. Obwohl die drei Oppositionsparteien, die den Einzug ins Parlament geschafft haben, nicht vordergründig eine Vereinigung verfolgen, gelten sie in weiten Teilen der außerparlamentarischen pro-rumänischen Opposition als geheime Hoffnungsträger für die Wiedererrichtung eines Großrumänien in seinen Grenzen von 1939.
In seiner Rede hat das rumänische Staatsoberhaupt die Vorwürfe seines kommunistischen Amtskollegen Voronin aus der Moldau zurückgewiesen, Rumänien habe die gewalttätigen Unruhen angezettelt, um die Moldau zu destabilisieren und sich deren Gebiet einzuverleiben.
Nach den Parlamentswahlen vom 5. April in der Moldau, bei denen die regierenden Kommunisten als Sieger hervorgegangen sind, kam es zu gewaltsamen Protesten. Das Parlamentsgebäude wurde in Brand gesteckt, die Kanzlei des Staatspräsidenten gestürmt und von randalierenden Demonstranten verwüstet. Während der Ausschreitungen wurden etwa 300 Personen verletzt. Einige Hundert Teilnehmer kamen in Polizeigewahrsam, wo sie brutalen Misshandlungen ausgesetzt sind. Drei Jugendliche sind an den Folgen der Torturen gestorben.
Die Opposition beschuldigte die Kommunisten einen „Staatsstreich" angezettelt zu haben, um auf diese Weise die Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen zu kaschieren und ihre Macht zu legitimieren. Als versierter Verschwörungstheoretiker entpuppte sich auch Präsident Voronin, der in rumänischen Regierungskreisen die Drahtzieher für die Unruhen vermutete. Seinen nebulösen Anschuldigungen folgten konkrete Maßnahmen: die Ausweisung des rumänischen Botschafters aus der Moldau und die Abberufung des moldauischen Botschafters aus Bukarest.
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Bei den Zusammenstößen von Regierungsgegnern und Polizisten in der Moldau sind am 7. April etwa 200 Demonstranten festgenommen worden, berichteten mehrere internationale Pressagenturen und -korrespondenten. Etwa 200 Menschen wurden dabei verletzt, die Hälfte davon Polizisten, hieß es in den DLF-Nachrichten. Auslöser der Gewalttätigkeiten waren die Parlamentswahlen am Sonntag, aus denen die PCRM-Kandidaten (der Partei der Kommunisten) als Sieger hervorgegangen waren. Die Opposition wirft diesen eine Fälschung der Ergebnisse vor. Der moldauische Präsident Wladimir Woronin machte das Nachbarland Rumänien für die Ausschreitungen verantwortlich. In Rumänien kam es zu Solidaritätskundgebungen, an denen sich auch die Vertreter der rechtsradikalen Neuen Rechten beteiligt hatten.
Unter dem Stichwort "Basarabia pământ românesc" (Bessarabien, rumänischer Boden) organisisert die Neue Rechte schon seit Jahren eine Kampagne, die zur Wiedervereinigung der ehemaligen rumänischen Provinz mit Rumänien führen soll.
Teilnehmer an der Kundgebung in Bukarest skandieren am Dienstag die Losung aus der Ceauşescu-Zeit, die vom Hofdichter Adrian Păunescu im so genannten Flacăra-Kreis gerufen wurde: Trăiască, trăiască, trăiască şi-nflorească, Ardealul, Moldova şi Ţara Românească (Es lebe, es lebe, es lebe und erblühe, Siebenbürgen, die Moldau und die Walachei!)
Manfred Grund (CDU Abgeordneter im Bundestag), OSZE-Wahlbeobachter in der Moldau erklärte am 8. April 2009 in einem Deutschlandfunk-Interview:

"Alles was wir am Wahltag festgestellt haben war: Die Wahlen waren organisatorisch gut vorbereitet. In jedem Wahllokal waren von den Oppositionsparteien entsandte Beobachter, die sehr penibel aufgepasst haben. Und der Wahltag ist so abgelaufen, wie es die OSZE auch letztendlich festgestellt hat: grundsätzlich frei und weitestgehend auch fair. Probleme gibt es im Vorfeld der Wahlen - das hat die OSZE auch in ihrer Berichterstattung dann festgehalten -, nämlich dass die Opposition keinen Zugang oder kaum Zugang zur Presse gehabt hat, dass Oppositionsveranstaltungen massiv gestört worden sind und dass natürlich die Regierung, die herrschende kommunistische Partei, die administrativen Ressourcen für sich eingesetzt hat. Das ist auch nichts Ungewöhnliches in Ost- und Mitteleuropa. Um ein Resümee zu ziehen: Ich glaube, auch ohne massive Wahlfälschung, die auch niemand richtig nachweisen kann, hätten die Kommunisten zugewonnen, so dass das Ergebnis vom Grundsatz her wohl dem Wahlverhalten der Moldawier entspricht."
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01.04.2009

Holocaust an der Peripherie






[11. September 2013. Paul Goma verliert den Prozess gegen mehrere Personen und Publikationen, die er 2006 verklagt hatte. Auszüge aus der Urteilsbegründung des Bukarester Zivilgerichts]

[11 septembrie 2013. Paul Goma a pierdut procesul împotriva mai multor publicaţii şi persoane,instanţa respingînd şi apelul acestuia. Extrase din hotărîrea pronunţată în şedinţă publică]



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Wolfgang Benz, Brigitte Mihok (Hg.): Holocaust an der Peripherie. Judenpolitik und Judenmord in Rumänien und Transnistrien 1940-1944, Metropol Verlag, Berlin 2009, 263 S.

ISBN 978-3-940938-34-3

Preis: 19,00 Euro


Die rumänische Geschichtsschreibung hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit mehrheitlich darauf berufen, dass das Land quasi von den Deutschen besetzt gewesen sei. Damit gingen die Gräueltaten auf das Konto der Nationalsozialisten. Die volle historische Wahrheit ist freilich komplizierter: Das mit NS-Deutschland verbündete Land ließ die Juden rumänischer Nationalität im Kerngebiet Rumäniens unbehelligt, vertrieb und mordete aber die Juden in den neu gewonnenen Landesteilen Bukowina und Bessarabien erbarmungslos.Die Beiträge des Sammelbandes über den Holocaust in Rumänien basieren auf einer internationalen Konferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung im Jahr 2008. Die Autoren sind renommierte Holocaustforscher aus Rumänien, Großbritannien, den USA und Deutschland, die verschiedene Aspekte der Verfolgung in Transnistrien behandeln und Einblick in die aktuelle Diskussion zur rumänischen und deutschen Verantwortung geben.

Klappentext


U.a. Beiträge von: Jean Ancel, Dennis Deletant, Mariana Hausleitner, Randolph L. Braham, Hildrun Glass, Viorel Achim, William Totok, Stefan Ihrig.


Für Bestellungen siehe:


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Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Publikationen, Bd. 6, herausgegeben von Wolfgang Benz, De Gruyter Saur, Berlin/Boston, 2013, 816 Seiten.
Das Handbuch des Antisemitismus versammelt das vorhandene Wissen zum Phänomen der Judenfeindschaft ohne zeitliche und räumliche Begrenzung, Antisemitismus als ältestes religiöses, kulturelles, soziales und politisches Vorurteil wird in allen Aspekten dargestellt und erläutert.
Mit Beiträgen von 152 Autoren, darunter Mariana Hausleitner und William Totok.
Der letzte Band des Handbuches erscheint im Jahr 2014.




 






Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Literatur, Film, Theater und KunstBd. 7, herausgegeben von Wolfgang Benz, Verlag De Gruyter Saur, Berlin / München / Boston 2014, 598 S.
Das Handbuch des Antisemitismus widmet sich allen Aspekten der Judenfeindschaft von den Anfängen bis zur Gegenwart und ohne geographische Begrenzung. Im siebten Band geben in knapp 300 Lemmata 120 Autoren einen Überblick über den kulturellen Antisemitismus im Film und Theater, in der Literatur und Kunst. Der „ewige Jude“ der Ahasver-Legende wird ebenso thematisiert wie die historische Figur „Jud Süß“, Informationen zum Film „Schindlers Liste“ finden sich neben Erläuterungen zur Judenfeindschaft in mittelalterlichen Passionsspielen und den Kontroversen um „Nackt unter Wölfen“ oder Wilhelm Buschs Bildergeschichte „Plisch und Plum“. Romane und Bühnenstücke, Filme und Werke der Bildenden Kunst werden als Vehikel der Judenfeindschaft behandelt. Einträge zu literarischen Versuchen, den Holocaust zu verstehen oder dem Antisemitismus zu wehren, runden das Werk ab.

U.a. mit folgenden Beiträgen von:

Gideon Botsch:

Lippoldsberger Dichtertage
[„Treffen radikalnationalistischer und antisemitischer Schriftsteller”, die zunächst 1934-1939 und dann 1949-1981 auf dem Hof von Hans Grimm – Autor des berüchtigten Blut-und-Boden-Romans, „Volk ohne Raum”, 1926 - bzw. dessen Erben, stattfanden und an denen u. a. auch die völkischen Autoren Heinrich Zillich, Wilhelm Pleyer, Will Vesper, Hans Ulrich Rudel teilnahmen.]

Mariana Hausleitner:

Daghani-Tagebuch (Rumänien, 1942-1943); Dorian-Tagebuch (Rumänien, 1938-1944); Sebastian-Tagebuch (Rumänien, 1935-1944);

Christian Pape:

Das arische Theater in Wien (1898-1903)

[„Vor allem 1898-1903, unter der Direktion von Adam Müller-Guttenbrunn, wurde das Theater ‚Arisches Theater’ oder ‚Antisemitentheater’ genannt.” – S. 22];

 [Die Meinung von Rudolf Hollinger zu Adam Müller-Guttenbrunns Tätigkeit als Leiter des „Kaiser-Jubiläums-Stadttheaters”: „Wieder rennt er gegen schlechte und faule Gesinnung, bis seine edlen dramatischen Pläne durch den mit allen Mitteln geführten Kampf des Judentums endgültig scheiterten.”  - Rudolf Hollinger: Adam Müller-Guttenbrunn der Erwecker des Donaudeutschtums. Ein Vortrag, Schwäbische Verlags-Aktien-Gesellschaft, Temeschburg 1942, S. 8-9. In dem Roman „Die Glocken der Heimat“, 1910,  sangen die Karlsdorfer die stolzen Strophen, die als „Schwabenlied“ alle Donaudeutschen zum mutigen Bekenntnis anfeuerten bis in unsere Tage. Müller-Guttenbrunn war Erzähler, kein Lyriker, aber in diesem Lied, das aus seinem besorgten Herzen brach, fand er das ganze Herz seines Volkes; und die natürliche Offenheit und die Unverblümtheit, mit der das Leid, der Zorn und das stolze Aufbegehren verdichtet wurden, gewannen die Deutschen, die guten Willens und aufrechten Geistes waren, der größeren Zukunft zurück. Unseren Vätern und uns Jungen selbst, die wir am Anfange für die nationalsozialistische Bewegung standen, waren die Verse heilig: 

„0 Heimat, deutschen Schweißes stolze Blüte, 
Du Zeugin mancher herben Väternot, 
Wir segnen dich, auf daß dich Gott behüte, 
Wir stehn getreu zu dir in Not und Tod.“ 

Daß wir heute unsere Feiern mit den Kampfliedern der Bewegung und den Sängen der feldgrauen Helden begehen, ist im Geiste die Erfüllung eines fast mythischen Traumes von Adam Müller-Guttenbrunn, der doch sein ganzes Sinnen und Wirken darauf gerichtet hatte, daß wir heimfänden in das ewige Reich, in dem wir Wohnrecht hatten von dem Augenblick an, da die Urväter sich die Wege in den wilden Osten bahnten und die ungefüge 
Schar in den schwarzen Boden drückten. - Ebenda, S. 22.] 

Gärungen-Klärungen (Roman von Adam Müller-Guttenbrunn, 1903); Kommen wird der Tag (Roman von Roderich Müller-Guttenbrunn, 1921); Wiener Totentanz (Roman von Roderich Müller-Guttenbrunn, 1921); Die Weltverschwörer (Roman von Roderich Müller-Guttenbrunn, 1926); Die Studenten von Hohenstadt (Roman von Roderich Müller-Guttenbrunn, 1943);

[Der österreichische Schriftsteller und Journalist Roderich Müller-Guttenbrunn wurde am 3. Februar 1892 in Wien geboren und starb am 7. Februar 1956. Er war der Sohn des bekannteren Adam Müller-Guttenbrunn und stand diesem in antisemitischer und völkischer Gesinnung sehr nah. Roderich Müller-Guttenbrunn veröffentlichte auch unter den Pseudonymen Roderich Meinhart (Wiener Totentanz, 1921; Die vergessene Stadt, 1921; Madonna Einsamkeit, 1924) und Dietrich Arndt (Kommen wird der Tag!, 1921; Die Weltverschwörer, 1926). Unter seinem echten Namen erschienen „Nach der Heimat möcht' ich wieder!“ (1919), „Die am Wege blieben“ (1920), „Untergang“ (1921), „Knappenbüchlein“ (1924), „Umsturz im Juli“ (1930), „Der Mensch ist schlecht!?“ (1932) sowie der Roman „Die Studenten von Hohenstadt“ aus dem Jahr 1943, der sich an dem früheren Werk „Die vergessene Stadt“ orientiert. Müller-Guttenbrunn, Mitglied der NSDAP, schrieb für die „Linzer Morgenpost“, die Wiener Ausgabe des „Völkischen Beobachters“ und war von 1940-1943 Geschäftsführer des Landesverbandes Ostmark des Reichsverbands der deutschen Presse“. Dort war er u. a. für die Organisation der Überprüfung der „Ariernachweise“ der Mitglieder zuständig. S. 475.]

William Totok:

Începutul adevărului.Oglinda (Film von Sergiu Nicolaescu, 1994); Odessa in fiamme (Film von Carmine Gallone, 1942); Portretul luptătorului la tinereţe (Film von Constantin Popescu, 2010).

Christine Waldschmidt:

Tangoul morţii (Gedicht von Paul Celan, 1944/45 – Todesfuge);

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Täter und Opfer. Verbrechen und Stigma im europäisch-jüdischen Kontext. € 34.00
Täter und Opfer. Verbrechen und Stigma im europäisch-jüdischen Kontext. € 34.00
Art.Nr.: 5390

sofort lieferbar

ISBN: 978-3-8260-5390-0
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenanzahl: 264
Sprache: deutsch
Kurzinhalt: Einleitung: Namen und Normen. Das „Jüdische“ und das Verbrechenskonstrukt in Geschichte und Theologie – E. Lapidot: „Wo aber das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Übertretung.“ Paulinische Texte zum Verhältnis des „Jüdischen“ und des „Gesetzes“ – M. Disegni: Der Aufstand von Korah zwischen rabbinischer Literatur und der Kritik Walter Benjamins - Eine Figur zum Problem von Recht und Gewalt – F. Dal Bo: Du solltest dich verfolgen lassen. Eine theologisch-politische Auslegung vom Talmudischen Traktat Baba Kamma 93° – J. Seinfeld: Adam (Kunstbild) - Gespiegelte Verbrechen in der Literatur. Jüdische Täter und Opfer im bürgerlichen Roman – N. Immer: Die „verruchten Urwinkel“ Prags. Konfi gurationen des Verbrechens in Gustav Meyrinks Roman „Der Golem“ – G. Wimmer: „Tarabas“ oder der Täter als Opfer. Joseph Roths Roman im Spiegel russischjüdischer Identitätskonfl ikte und Normvergehen – S. Frese: Philip Roths Roman „Operation Shylock: A Confession”. Täter- und Opferdiskurse im heutigen Israel – J. Frese: Golem (Kunstbild) – Philosophie des Stigmas. „Negative Helden“, Gewaltdiskurs und das Problem praktischer Ethik – C. S. Dorchain: Der „große Verbrecher“ als negativer Held und Spiegel der Sanktion Walter Benjamins Meta-Ethik im Essay „Zur Kritik der Gewalt“ – T. Speccher: Der Zeuge Eichmann. Unermesslichkeit des Verbrechens und Notwendigkeit des Urteils - Interview mit Tommaso Speccher: Kriminalistische und psychologische Ausnahmezustände: Das Motiv des „Vatermords“ bei Dostojewskij, Freud und Agamben – J. Seinfeld: 1000 Jahre Frohsinn (Kunstbild) - Schwankende Gestalten, medial inszeniert. Tradition und Wiederaufgriff der Verbrechens-Konstruktion in Propaganda – K. Popa: Finanzhaie und Hochverräter. Antisemitische Hetze in den zentralen Presseorganen der „Deutschen Volksgruppe“ in Rumänien 1941-1944 
Die Herausgeber: Claudia Simone Dorchain, Studium der Philosophie, Psychologie und Kunst in Freiburg und Saarbrücken, Dissertation über Meister Eckharts Erkenntnislehre, Post-Doc-Studie über Gewalt und ihre Rechtfertigung in den Religionen, selbständige Unternehmerin. Tommaso Speccher, Studium der Philosophie in Bologna und Berlin, Forschung u.a. über Emanuel Lévinas und das Messianische, Dissertation über vergleichende Museumskultur zum Holocaust in Deutschland und Italien, arbeitet für das Jüdische Museum in Berlin.





Böhm, Johann / Popa, Klaus: Vom NS-Volkstum- zum Vertriebenenfunktionär. Die Gründungsmitglieder des Südostdeutschen Kulturwerks München und der Landsmannschaften der Deutschen aus Rumänien, Ungarn und JugoslawienPeter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2014, 358 S.


In dieser Studie werden jene Personen der Öffentlichkeit in Erinnerung gebracht, die die Kriminalität des staatlich institutionalisierten Nationalsozialismus innerhalb der deutschen Volksgruppen in Rumänien, Ungarn und dem ehemaligen Jugoslawien unterstützten und die deutsche Bevölkerung einem verbrecherischen Regime auslieferten. Nach 1945 beherrschten diese ehemaligen Nazis nicht nur die Landsmannschaften der Deutschen aus diesen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch das Südostdeutsche Kulturwerk und die Südostdeutschen Vierteljahresblätter. So konnten sie ihre fragwürdige Geschichtsauffassung ungestört verbreiten und ihre Kritiker mit Schmähkampagnen und Einschüchterungsversuchen verunglimpfen. Deshalb widmet sich diese Arbeit der Frage, wie es möglich war, dass sich diese Vertriebenenpolitiker mit brauner Vergangenheit nach 1945 wieder an die Spitze ihrer Landsleute setzen konnten.


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23.3.2016 

Johann Böhm, Einfluss des Nationalsozialismus auf die Presse der deutschen Volksgruppen in Rumänien, Ungarn und Jugoslawien. Zeitungsstrukturen und politische Schwerpunktsetzungen, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2016, 378 S.




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Ursula Ackrill, Zeiden, im Januar, Wagenbach Verlag, Berlin 2015, 256 S.

KLAPPENTEXT

Januar 1941 in Siebenbürgen. Lange schon hat die Kälte, aus dem Westen kommend, das Sachsenland erreicht. Leontine Philippi, graue Strähnen im Haar, schreibt hellsichtig an der Stadtchronik von Zeiden. Das Manuskript aber hält sie unter Verschluss. Mit Franz Herfurth, ihrem Vertrauten aus Kindertagen, spricht Leontine seit Monaten kein Wort. Er ist jetzt Schularzt in Zeiden, untersucht SS-Rekruten, die vom Reich gefordert werden, und hat Gründe, den „Idioten“ des Ortes mit Argwohn zu verfolgen. Leontine jedoch lässt sich den Mund nicht verbieten, auch wenn sie bis zum Schluss, noch in höchster Gefahr, über mancherlei schweigt. Ursula Ackrill erzählt davon, wie Menschen aus Opportunismus und Feigheit schuldig werden.

Nominiert für den Leipziger Buchpreis 2015. Begründung der Jury: Ursula Ackrill portraitiert mit altösterreichischem Kolorit die widerborstige Stadtchronistin Leontine Philippi als Kassandra Siebenbürgens: ein frappierend dichtes und arabeskenreiches Gewebe aus Körpern und Dingen, Sachsenstolz und Heimatdrang, Fortschritt und Rücksichtslosigkeit, Paradies und Sündenfall.

... Lektüre mit einem Authentizität stiftenden „Sepia-Sound“... - Ernest Wichner, Stechen und draufgehen, in: Die Zeit, Nr. 5, 29.1.2015, S. 48

...Das Thema Antisemitismus erscheint da eher „nebensächlich“ ... - Dana Buchzik, Und tief in mir rumort die Tinte, in: Die Welt, 24.01. 2015

... Die unchronologische Erzählform des Romans, seine Mischung aus referierenden Dialogen und inneren Monologen erleichtern die Lektüre nicht unbedingt. - Ursula März, Einsam in der Ablehnung des Hitlerregimes, DRK, 10.2. 2015

[Es fordert] Geduld, um in diesen ungemein quellengläubigen und detailreichen Roman mit seinem teilweise historisch verbürgten Personal einzusteigen. Er liest sich, bei aller Sprachfantasie der Autorin, so halsstarrig und sperrig, wie die Siebenbürger Sachsen auftreten mit ihrem „falschen“, rumpelnd-umständlichen Deutsch... - Ulrike Baureithel, Hinter Siebenbürgens Monden, in: Der Tagesspiegel, 15. 2. 2015

Ackrills Roman ist stark und eigenständig, berührend und verwirrend. Er liefert wenige Antworten, wirft aber große Fragen auf, die nicht nur 1941 und nicht bloß in Siebenbürgen wichtig waren... - Jurek Skrobala, Zwischen Heimat und Hitler, in: Spiegel-online, 16.2. 2015.

Von Hitler und seinem NS-Deutschland versprechen sich die Sachsen die ganz groß in Gang gesetzte Zeit. - Christian Thomas, Das versiegelte Wissen, in: Frankkfurter Rundschau, 16.2. 2015

„Zeiden, im Januar” ist ein aus vielen Stimmen zusammengesetztes, chronologisch aufgebrochenes Panorama; ein Wimmelbild, in dem Ackrill beharrlich und genau die Hinwendung der Siebenbürger Sachsen zum Nationalsozialismus als eine aus der Perspektive der Handelnden alternativlose Notwendigkeit herausarbeitet. - Christoph Schröder, Besser treten als getreten werden, in: die tageszeitung (taz), 17.2. 2015

(...) un roman despre un trecut prea puţin cunoscut (...) - William Totok, RFE, 18.3. 2015

(...) kein Buch, das man mal an einem Nachmittag „runterlesen“ kann. - Doris Roth, "Kein Heimatroman: Ursula Ackrill beleuchtet ein wenig bekanntes Stück siebenbürgischer Geschichte", in: Siebnbürgische Zeitung, 24.3. 2015

„Nimic nu mă mai cheamă acolo“. Cu Ursula Ackrill a discutat jurnalista berlineză Christel Wollmann-Fiedler cu ocazia unei lecturi publice la Hamburg, în: Observator cultural, 18. 12. 2015




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Gerhard Köpernik, Faschisten im KZ. Rumäniens Eiserne Garde und das Dritte Reich (Fascişti internaţi în lagăre de concentrare. Garda de Fier din România şi cel de-al Treilea Reich), Editura Frank & Timme, Berlin, 2014, 286 p.

Legende politice. Cartea lui Gerhard Köpernik despre legionarii internaţi în lagărele din Germania nazistă,RFE, 3.12.2014.

În ultimii ani se vehiculează cu insistenţă crescîndă diverse legende legate de Mişcarea legionară, cea mai cunoscută organizaţie extremistă de dreapta din România, fondată în 1927 de către Corneliu Zelea Codreanu. La baza unor legende istorice legate de legionari se află atît succesorul lui Codreanu, Horia Sima, cît şi discipoli ai gardiştilor divizaţi în două fracţiuni adversare, simiştii şi codreniştii.
Una din legendele care şi datorită internetului a cunoscut o răspîndire aparte este teza că Garda de Fier nu ar fi fost o organizaţie fascistă. Ca argument pentru această teză se susţine că, însuşi Tribunalul de la Nürnberg ar fi exonerat Mişcarea legionară. Mai departe aici.



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Oliver Jens Schmitt, Căpitan Codreanu. Aufstieg und Fall des rumänischen Faschistenführers, Paul Zsolnay Verlag, Wien 2016, 336 S.

Nach Hitler und Mussolini war Corneliu Zelea-Codreanu (1899 bis 1938) der Dritte in der Reihe charismatischer Führer des Faschismus im Zwischenkriegseuropa. Der Historiker Oliver Jens Schmitt zeichnet in dieser Biographie erstmals seine Geschichte im europäischen Kontext. Wie Hitler plant Codreanu 1923 einen Putsch. Er wird verhaftet und zu einem Idol rechtsnationaler Kreise. Schmitt erzählt von Studentenunruhen, Massenaufmärschen, von der Anziehungskraft, die der Capitan besonders auf Intellektuelle wie Mircea Eliade und Emil Cioran ausübte, von seinem gewaltsamen Tod und dem Aufflackern seines Kultes in der Gegenwart.

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1.3. 2017

Între activism şi misticism

Prima biografie ştiinţifică a lui Corneliu Zelea Codreanu (1899-1938), scrisă de istoricul Oliver Jens Schmitt, apărută la Viena. Recenzie de William Totok, RFE, 1.3. 2017

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14. 9. 2016
Robii din Transnistria. Un studiu despre deportaţii evrei şi romi în perioada 1942-1944, semnat de Viorel AchimRFE, 24.9. 2016
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Rumäniendeutsche und Nationalsozialismus

Mit Beiträgen von Timo Hagen, Dirk Schuster, Corneliu Pintilescu, Hannelore Baier, Horst Samson, Franz Hodjak u.a. 



Florian Kührer-Wielach (Hg.)



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Volker Weiß 

Die autoritäre Revolte
Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes

Scharfsinnig zeigt Volker Weiß die brisante Entwicklung des neuen rechten Denkens auf. Er porträtiert die wichtigsten Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen mitsamt deren Strategien und Methoden. Eine dichte Darstellung von Geschichte und Gegenwart einer Neuen Rechten, deren Aufschwung nicht überraschend war.
Inhalt
1. Die »Neue Rechte« – Eine Familienaufstellung
2. Armin Mohler – Die Erfindung einer Tradition
3. Der Weg zur AfD – Die Sammlung der Kräfte
4. Provokationen von rechts – Politik des Spektakels
5. Konservativ-Subversive Aktionen – Vom Geist auf die Straße
6. Untergang und Rettung – Aufstand des »geheimen Deutschland«
7. »Abendland« – Kurze Geschichte eines Mythos 
8. Der Feind in Raum und Gestalt – Islam, Amerika und Universalismus
9. Vom »Wahrheitskern« neurechter Politik – Autoritärer Populismus


+ + + „Revolta autoritară”, RFE, 7.6. 2017 + + + 
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8.11. 2015

Gefährliche Bürger

Liane BednarzChristoph Giesa

Wie die neue Rechte in die gesellschaftliche Mitte vorstößt – und was die Gesellschaft dagegen tun kann

Die Pegida-Märsche und der Aufstieg der AfD sprechen eine deutliche Sprache: Es ist wieder salonfähig geworden, gegen eine vermeintliche "Überfremdung" zu wettern und Minderheiten zu diskriminieren. Gezielt werden die Ängste der bürgerlichen Mitte geschürt, um den Zorn der Wut- und Frustbürger auf die Schwächsten zu lenken: Ausländer und Homosexuelle müssen um ihre Sicherheit fürchten, Übergriffe gegen Juden nehmen zu. Wir dürfen diesem Treiben nicht länger zusehen, sondern sollten ihm mit guten Argumenten Einhalt gebieten. Liane Bednarz und Christoph Giesa analysieren, wie die neue Rechte arbeitet, welche Strategien und welche Politik sie verfolgt – und was die Gesellschaft dagegen tun kann!

Liane Bednarz, Christoph Giesa: „Gefährliche Bürger. Die neue Rechte greift nach der Mitte“. Hanser Verlag, München 2015, 255 Seiten, 17,90 Euro

"Die neuen Rechten von heute pfeifen auf Demokratie, Westbindung und Toleranz. Ihre Feindbilder sind der „Parteienstaat“, Europa und der Euro sowie die offene Gesellschaft – die „Homo-Lobby“ und die „Asyl-Industrie“, vor allem aber Flüchtlinge und Muslime als Agenten einer angeblichen Islamisierung. Sie inszenieren sich als Stimme des Volkes und Opfer von Political Correctness, „Sprachverboten“ und „Genderwahn“ und rufen zum „Widerstand“ auf. Ihre Medien heißen Junge Freiheit, eigentümlich frei, Blaue Narzisse oder Sezession, und sie streben einen völkischen, antiwestlichen und antiliberalen Staat an. "  - Weiter hier
taz, 8.11. 2015



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Aktualisiert, actualizat: 9. 6. 2017